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Deutsche Bank blickt zuversichtlich in das Geschäftsjahr 2007

Beim traditionellen Neujahrsempfang der Deutschen Bank zeigten sich am Mittwoch Mittag (10. Januar 2006) die Verantwortlichen überwiegend positiv gestimmt. 2007 soll für das Frankfurter Geldinstitut sogar ein „Jahr der Investitionen“ werden, wie Vorstandsmitglied Hermann-Josef Lamberti erklärte.

Größtenteils zufriedene Gesichter und eine entspannt optimistische Grundstimmung, so könnte man den Neujahrsempfang der Kölner Niederlassung der Deutschen Bank zusammenfassen. Immerhin verzeichnete das Treffen schon vor der ersten offiziellen Rede eine Steigerung. Mit rund 300 Anwesenden – zumeist Kunden und Geschäftspartnern – wurde die Teilnehmerzahl gegenüber der letztjährigen Veranstaltung in jedem Fall übertroffen.

Neujahrsempfang Deutsche Bank: Hermann-Josef Lamberti mit Kölner Oberbürgermeister Schramma

Deutsche Bank-Vorstand Lamberti, Chief Operating Officer im Zentralvorstand, der wie schon 2005 zur Veranstaltung in die Kölner Zentrale gereist kam, fasste die ökonomischen Rahmenbedingungen mit einem Ausrufezeichen zusammen. Deutschland habe erstmals seit 2000 nicht nur ein spürbares Wachstum verzeichnet. Vielmehr sei der Aufschwung so robust geworden, dass Deutschland sich zu einer „Wachstumslokomotive“ innerhalb Europas entwickelt habe. „Deutschland war im vergangenen Jahr einer der Gewinner der Globalisierung “, so der Bankvorstand in seiner Rede. Zunehmend profitiere auch der Mittelstand und damit der Arbeitsmarkt von der positiven Entwicklung. Und die zuletzt boomenden Börsen verhalfen auch dem deutschen Anleger zu einem außerordentlich erfreulichen Jahr 2006.

Dass gerade von Letzterem auch sein Unternehmen profitiert, beweist der 32-prozentige Anstieg des Handelsvolumens im vergangenen Jahr. Die Geschäftszahlen des dritten Quartals 2006 lassen schon jetzt vermuten, dass das Gesamtjahr für das Frankfurter Kreditinstitut ein außerordentlich erfolgreiches war. Daran ließen auch die Verantwortlichen wenig Zweifel.

Überwiegend gute Noten für die Bundesregierung

Im Gegensatz zu vergangenen Jahren fiel auch die Beurteilung der politischen Impulse großzügig aus. Lamberti stellte der amtierenden Bundesregierung überwiegend positive Noten ins Zeugnis. Die erste Stufe der Föderalismusreform, die Absenkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sowie gute Ansätze in der geplanten Reform der Unternehmensbesteuerung machen ihn zuversichtlich, dass der Aufschwung sich auch in 2007 fortsetzen werde. Lediglich das Gesetz zur Allgemeinen Gleichbehandlung (AGG) störe die Bilanz der Politik ein wenig, eine „Stilblüte der Fehlentwicklung“, wie Lamberti ausführte. In punkto Mehrwertsteuererhöhung, da ist sich der Banker sicher, werden mögliche negative Auswirkungen spätestens nach dem zweiten Quartal 2007 verflogen sein.

 

Thomas Illemann, innerhalb der Geschäftsführung der Kölner Niederlassung verantwortlich für das Firmenkundengeschäft, äußerte sich in seiner Beurteilung der politischen Rahmenbedingungen etwas skeptischer. Dies liege vor allem an den zweideutigen Signalen aus der Politik. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel weitere Reformen wolle, trete ihr Stellvertreter Franz Müntefering auf die Bremse und Bundespräsident Horst Köhler sorgte für zusätzlichen Zündstoff, fasst Illemann zusammen. Das Geschäft der Kölner Niederlassung im vergangenen Jahr war hingegen weitgehend positiv. Lediglich im Kreditgeschäft mit Firmenkunden musste das Institut einen leichten Rückgang hinnehmen, Illemann stellte diesem Bereich die Note „zufriedenstellend“ aus.

Positiv für den Wirtschaftsstandort Köln waren nach Meinung Illemanns hingegen die Neuansiedlungen von Microsoft und AMB sowie die gute Performance von regionalen Aktiengesellschaften wie der Solarworld AG oder der Deutz AG. Gerade der Kölner Maschinenbauer konnte nach verlustreichen Jahren einen beachtlichen „turnaround“ vorweisen und wird – sehr zur Freude der Aktionäre – in diesem Jahr erstmals wieder eine Dividende ausschütten. So müsse sich Köln gegenüber anderen Wirtschaftsmetropolen keineswegs verstecken, doch äußerte der Banker auch Kritik an der Kölner Stadtpolitik. Dabei berief er sich auf die zuvor geäußerte Kritik des CDU-Wirtschaftsrates sowie die unverändert schwierige Haushaltssituation. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept zur strukturellen Gesundung“, forderte Illemann abschließend.


 


 

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