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Post-Chef Appel setzt Briefträger unter Druck

(ddp-nrw). Die Deutsche Post mit Sitz in Bonn stellt ihre Briefträger vor die Alternative, entweder mehr zu arbeiten oder Entlassungen zu riskieren. Konzernchef Frank Appel sagte der «Bild»-Zeitung (Mittwochausgabe), die 80 000 Briefträger arbeiteten bereits sehr hart, trotzdem müssten die Arbeitszeiten aus Produktivitätsgründen verlängert werden. «Ohne Mehrarbeit drohen künftig Entlassungen», sagte Appel laut Vorabbericht. Für die Mehrarbeit könne es keinen Lohnausgleich geben.

Derzeit arbeiten die Briefträger 38,5 Stunden. «Es wäre gut, wenn wir die Arbeitszeit in mehreren Schritten deutlich erhöhen könnten. Auf eine genaue Zahl möchte ich mich nicht festlegen», sagte Appel weiter.

Zur Begründung sagte Appel, die Post werde wie alle anderen Firmen von der Krise hart getroffen. Die Menschen schrieben immer weniger Briefe und damit mache die Post auch weniger Umsatz. Die Kosten für das Personal und die Infrastruktur blieben aber gleich oder stiegen sogar.

Appel hatte zuvor bereits mehrfach angekündigt, die Post-Mitarbeiter ab 2010 länger arbeiten zu lassen. Der aktuelle Tarifvertrag läuft noch bis Mitte 2010. Die Gewerkschaft ver.di erklärte zuletzt Ende April, sie sei «weder bei den Löhnen noch bei den Arbeitszeiten zu Verhandlungen bereit». Der operative Gewinn der Briefsparte lag im ersten Quartal um ein Viertel niedriger als 2008.

(ddp)


 


 

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