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Deutsche Post sieht sich nach Erstquartal auf Kurs für Jahresziele

(ddp). Die Deutsche Post sieht sich nach dem ersten Quartal auf Kurs, ihre Jahresziele zu erreichen. «Das erste Quartal hat eindrucksvoll bewiesen, dass wir unsere Effizienz nachhaltig gesteigert haben und für die Zukunft sehr gut aufgestellt sind», sagte Vorstandsvorsitzender Frank Appel am Dienstag in Bonn. Auch die Experten bewerteten die Zahlen positiv.

Vor dem Hintergrund einer sich weiter erholenden Weltwirtschaft und steigender Transportvolumina verbesserte der Konzern im ersten Quartal den Angaben zufolge seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent auf 12,0 Milliarden Euro. Erreicht worden sei dies vor allem durch das deutliche Wachstum des Unternehmensbereichs DHL, das auch auf das zunehmende Geschäft mit wichtigen Neukunden zurückzuführen sei.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ( Ebit ) sei dank der 2009 umgesetzten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung um 81,4 Prozent auf 566 Millionen Euro geklettert. Die Effizienzsteigerungen hätten auch zu einem Anstieg des Nettoergebnisses um 85,1 Prozent auf knapp 1,75 Milliarden Euro geführt. Hierin enthalten seien erhebliche positive Effekte aus der erstmaligen Bewertung der im Zusammenhang mit dem Postbank-Verkauf stehenden Finanzinstrumente.

Im Gesamtjahr rechnet der Logistikkonzern mit einer kontinuierlichen Erholung der weltweiten Transportmengen. Dies soll zum einen zu einem Anstieg des Umsatzes, zum anderen zu einer Erhöhung des Gewinns führen. Mit Blick auf den Umsatz rechnet der Vorstand mit Entwicklungen entsprechend der Marktniveaus. Für DHL bedeutet dies eine Steigerung der Erlöse zwischen 4 und 5 Prozent, für den Bereich Brief einen Rückgang um 3 Prozent. Der Bonner Konzern bekräftigte seinen Ausblick für den Verlauf des Gesamtjahres. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern vor Einmaleffekten soll sich demnach auf 1,6 Milliarden bis 1,9 Milliarden Euro belaufen.

Mit Blick auf die Konzernstrategie wehrte sich Finanzvorstand Larry Rosen gegen Forderungen von Aktionären nach einer Zerschlagung des Konzerns. Das Management konzentriere sich bei der weiteren Entwicklung des Geschäfts auf das gesamte Portfolio und habe derzeit keine Pläne zur Aufspaltung, sagte er.

Mit seinem Ergebnis übertraf der im DAX notierte Konzern die Erwartungen der Analysten. Der Konzern habe «starke» Erstquartalszahlen vorgelegt und seinen Ausblick erhöht, sagte equinet und zeigte sich positiv überrascht von der Entwicklung der Sparten Briefpost und Express. UniCredit bezeichnete das Vierteljahresergebnis als «überzeugend» und «über den Erwartungen» liegend. An der Börse waren die Papiere einer der wenigen Gewinner im DAX und stiegen bis zum frühen Nachmittag um 0,8 Prozent auf 12,03 Euro.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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