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  • 16.03.2006, 11:29 Uhr
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  • Köln

Deutsche Privatanleger: Stimmung auf Höchstwert

Deutsche Privatanleger scheinen optimistischer denn je: Mehr als zwei Drittel der befragten Investoren hielten im Februar 2006 eine positive Entwicklung des deutschen Aktienmarktes für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich.

Zum dritten Mal in Folge - nach Dezember 2005 (54,1 Prozent) und Januar 2006 (64,1 Prozent) - stieg das monatlich erstellte Investmentbarometer von JPMorgan Asset Management (JPMAM) auf einen neuen Höchststand. Gleichzeitig ging der Anteil der Pessimisten auf 8,5 Prozent zurück (Januar 8,9 Prozent) – der niedrigste Wert seit Beginn der JPMAM Investor Confidence-Befragung. Diese wird monatlich in Deutschland und Großbritannien sowie vierteljährlich in Belgien, Schweden und der Schweiz durchgeführt. Die Fondsgesellschaft ermittelt mit der Studie Markteinschätzungen und Investitionsabsichten der Privatanleger des jeweiligen Landes.

Der Enthusiasmus der Anleger zeigt sich auch im JPMAM Investor Confidence-Gesamtindex. Dieser Mittelwert aus den einzelnen Antworten liegt mit 6,7 noch über dem Januar-Ergebnis (6,4), dem bisherigen absoluten Höchstwert.

Während der Stimmungsaufschwung im Januar verstärkt auf die weiblichen Befragten zurückzuführen war, reduzierte sich deren Indexwert in der aktuellen Befragung leicht von 5,9 auf 5,5. Bei den Männern stieg der Wert von 6,7 auf 7,7, sie waren damit die Treiber des aktuellen Hochs. Die Stimmung in den alten und neuen Bundesländern näherte sich im Februar wieder stärker aneinander an: Der Indexwert in den alten Bundesländern stieg von 6,1 auf 6,7, während er in den neuen Bundesländern von 7,7 auf 7,4 leicht sank.

Investments: Nur jeder Vierte - Fonds Spitzenreiter Zwar stieg im Februar der Anteil der Anleger leicht an, aber dennoch besitzt in Deutschland nach wie vor nur rund jeder Vierte – das heißt 24,5 Prozent der 2000 Befragten – Investments. Deshalb ist auch ein zusätzlicher Blick auf die Gesamtbevölkerung aufschlussreich. Der JPMAM Investor Confidence-Indexwert stieg hier erneut und erreicht mit -0,6 ebenfalls einen neuen Höchstwert. Zum zweiten Mal in Folge übertrifft auch in der Gesamtbevölkerung die Anzahl der Optimisten mit 36,5 Prozent die Anzahl der Pessimisten (29,3 Prozent) – die Differenz stieg sogar noch an. Bei den Befragten der neuen Bundesländer stieg der Wert der Optimisten zum ersten Mal über den der Pessimisten. Analog zu den Anlegern sind die Männer optimistischer als die Frauen, die als einzige Teilgruppe noch stärker pessimistisch als optimistisch gestimmt sind.

Im Zuge des Stimmungshochs zeigten die deutschen Privatanleger im Februar 2006 wieder mehr Investitionsfreude als im Vormonat: Fast jeder zweite Befragte (49,6 Prozent) plant nun, in den nächsten zwölf Monaten Geld anzulegen. Im Vergleich zum Januar (46,9 Prozent) stieg die Bereitschaft somit um fast drei Prozentpunkte.

Spitzenreiter für die geplanten Investitionen bleiben Fonds: Mit 28,9 Prozent haben sie ihren Anteil leicht ausgebaut und liegen mit weitem Abstand in der Anlegergunst vorn. Im Vergleich zum Vormonat konnte das Sparbuch wieder aufholen und rangiert mit 18 Prozent auf dem zweiten Platz (Vormonat: 13,6 Prozent). Direktanlagen in Aktien sind trotz des Börsenbooms weniger geplant: ihr Anteil sank von 13,2 auf 11,9 Prozent. Die Anteile von Anleihen (4,0 Prozent) und Zertifikaten (3,7 Prozent) stiegen dagegen leicht an (von 3,0 bzw. 3,1 Prozent).

Weitere Infos: http://public.jpmorgan.com

(ES)


 


 

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