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Stellenindex BA-X legt zum Jahresende noch einmal kräftig zu

(dapd). Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat zum Jahresende noch einmal kräftig angezogen. Der Stellenindex BA-X der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) kletterte im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 5 auf 155 Punkte, wie die BA am Montag mitteilte.

Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 39 Punkten. Damit liege der BA-X deutlich über dem Vorkrisenniveau, hieß es. Mit der Aufholjagd der deutschen Wirtschaft im zurückliegenden Jahr hat auch die Erwerbstätigkeit in der Bundesrepublik einen neuen Höchststand erreicht.

Große Nachfrage verzeichnet laut BA die Zeitarbeit. Gut jede dritte gemeldete Stelle am ersten Arbeitsmarkt komme aus dieser Branche. Doch auch im Handel, im Bereich Gesundheit und Soziales und in der Gastronomie würden zahlreiche Mitarbeiter gesucht.

Über drei Viertel der bei der BA gemeldeten Stellen seien Vollzeitstellen, ebenfalls mehr als drei Viertel seien Stellen für unbefristete Arbeitsverhältnisse. Teilweise klagten Unternehmen bereits wieder über Probleme, ausreichend hoch qualifizierte Fachkräfte zu finden.

Der BA-X ist der aktuellste Stellenindex in Deutschland. Er beruht auf konkreten Stellengesuchen der Unternehmen und signalisiert deren Einstellungsbereitschaft. Seinen bislang höchsten Wert hatte er im Februar 2007 (165 Punkte), den niedrigsten Stand erreichte er im Dezember 2004 (96 Punkte).

Anhaltend positiver Trend am Arbeitsmarkt für 2011 erwartet

Von der dapd befragte Volkswirte rechnen für Dezember mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit zwischen 50.000 und 70.000 auf knapp unter drei Millionen. Hauptgrund hierfür ist der strenge Winter, wie sie erklärten. So würden in den Außenberufen wie am Bau, im Gartenbau und in der Landwirtschaft wetterbedingt Mitarbeiter entlassen.

Steffen Henzel vom Münchner Ifo-Institut erwartet daher einen Anstieg der Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat um etwa 50.000. Verglichen mit Dezember 2009 sieht er aber einen Rückgang um bis zu 290.000. Im Januar dürfte die Zahl der Jobsuchenden seiner Einschätzung nach noch einmal kräftig um etwa 330.000 ansteigen, wie dies seit 1990 im Durchschnitt in jedem Januar der Fall war, ehe sie im weiteren Jahresverlauf wieder abnehmen wird.

Im November war die Zahl der Menschen ohne Job um 14.000 auf 2,931 Millionen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 7,0 Prozent. Die Dezember-Daten und die Zahlen für das Gesamtjahr 2010 gibt die Bundesagentur für Arbeit am (morgigen) Dienstag, 4. Januar, um 10.00 Uhr in Nürnberg bekannt.

Zahl der Erwerbstätigen klettert 2010 auf neuen Höchststand

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts hatten 2010 rund 40,37 Millionen in Deutschland lebende Menschen einen Job - das waren 197.000 oder 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Ihren Arbeitsplatz in Deutschland hatten 40,48 Millionen Erwerbstätige und damit 212.000 Menschen, ebenfalls 0,5 Prozent mehr als 2009.

Die rasche Erholung der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr begünstigte demnach insbesondere die Lage der Arbeitnehmer: Einhergehend mit dem Abbau der Kurzarbeit wuchs die Zahl deutlich, und zwar um 190.000 Menschen (plus 0,5 Prozent) auf rund 35,95 Millionen. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger stieg im selben Zeitraum leicht um 7.000 (plus 0,2 Prozent) auf rund 4,42 Millionen.

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet entwickelte sich die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland sehr unterschiedlich: In der Dienstleistungsbranche nahm die Erwerbstätigkeit im Jahresdurchschnitt um 330.000 Menschen oder 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Ein Großteil davon entfiel auf die Zeitarbeitsbranche.

Beschäftigungszuwächse konnte das Baugewerbe verzeichnen. Dort wuchs die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2010 um durchschnittlich 30.000 Personen (plus 1,4 Prozent), während hingegen im restlichen produzierenden Gewerbe Jobs abgebaut wurden. Die Verluste fielen allerdings mit einem Minus von 136.000 Erwerbstätigen (minus 1,7 Prozent) kleiner aus als ein Jahr zuvor. In der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei lag die Zahl der Menschen mit Job um 12.000 unter dem Vorjahresergebnis.

(dapd )


 


 

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