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Fotografie

1.000 Klicks in der Sekunde - Foto- und Imagingbranche boomt in Deutschland und weltweit

(dapd). Etwa tausend mal pro Sekunde wird derzeit in Deutschland ein Foto geschossen. Zahlen, von denen die deutsche Fotobranche vor Jahren nur träumen konnte, wie Henning Ohlsson vom Photoindustrie-Verband am Montag in Köln sagte.

Dank der Digitalisierung der Fotografie hätten sich die Bedeutung und das Ansehen seiner Branche geändert. "Wir sind zu einem Lifestyleprodukt geworden, das aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken ist". Dies sei ein "großer Segen und Glück", freute sich der stellvertretende Verbandschef.

In den vergangenen zehn Jahren ist der Foto- und Imagingweltmarkt weltweit um über 40 Prozent von 90 Milliarden Euro auf prognostizierte 130 Milliarden Euro für 2010 gestiegen. Dabei erreichte der deutsche Markt im vergangenen Jahr einen Wert von zehn Milliarden Euro. In diesem Jahr werden weltweit voraussichtlich über 140 Millionen Fotokameras verkauft - und Branchenexperten sehen noch Steigerungspotenzial. So sei der chinesische Markt für Digitalkameras erst ansatzweise erschlossen. "Wirtschaftskrise ist für uns kein Thema, wir sind sozusagen krisenresistent", sagte Ohlsson.

In Deutschland ist die Nachfrage nach Kameras trotz einer Marktsättigung von 65 Prozent ungebrochen. Hier sind im vergangenen Jahr über 8,56 Millionen Kameras verkauft worden. Die Konsumenten interessierten sich besonders für hochwertige Spiegelreflexkameras und Systemkameras mit Wechseloptik. Von ihnen gingen rund 900.000 Stück über die Ladentische, auch für dieses Jahr wird in diesem Marktsegment ein Umsatzplus von drei Prozent erwartet.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist in 88 von 100 deutschen Haushalten mindestens ein Fotoapparat vorhanden. Häufig werden die Kameras intensiv genutzt. Laut einer vom Photoindustrie-Verband veröffentlichten Umfrage gaben 27 Prozent von 900 Befragten an, zwischen 500 und 1.000 Aufnahmen im Jahr zu machen, 26 Prozent der befragten Konsumenten kommen gar auf über 1.000 Fotos jährlich. Ohlsson verwies auf die diversen weltweiten sozialen Netzwerke, in die täglich Millionen Fotos hochgeladen werden: "Sie dokumentieren nicht nur das Lebensgefühl der Teilnehmer, sondern stellen auch einen enormen Wirtschaftsfaktor dar."

Auf der photokina in Köln wollen Handel und Hersteller in der kommenden Woche die Weichen für das Weihnachtsgeschäft stellen. Vom 21. bis zum 26. September stellen 1.251 Aussteller aus 45 Ländern ihre Neuheiten vor, 150.000 Besucher werden erwartet. Sie können unter anderem in einem Tauchbecken die Unterwasserfotografie ausprobieren und sich in einem eigenem Messerbereich über ihre Erfahrungen bei Facebook und Twitter austauschen.

Von Markus Peters

(Michael Wojtek dapd)


 


 

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