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Starbucketchallenge: Jetzt wird's klebrig!

Vermutlich ging es vielen TV-Zuschauern ähnlich, die kürzlich im ZDF "Die Anstalt" zum Thema Steuern verfolgt haben. In besagter politischer Kabarettsendung wurde ein Beitrag ausgestrahlt, in dem sich ein Mann ein Getränk über den Kopf kippte, um anschließend drei Menschen – namentlich Anke König, Anika Mengemann und Sebastian Voigt – zu nominieren

Diesem Trio wurde so die teils ehrenvolle, teils verstörend anmutende Aufgabe zuteil, dieses Experiment ebenfalls zeitnah durchzuführen. In dem Moment, als dieser Einspieler über den Bildschirm flatterte, kann man davon ausgehen, dass zeitgleich in einigen deutschen Wohnzimmern das eine oder andere Getränk verschüttet wurde. Nein, nicht etwa, weil mehrere Anke Königs, Anika Mengemanns und Sebastian Voigts die Sendung verfolgten und die Nominierung direkt in die Tat umsetzten. Vielmehr verfielen die Beobachter des "Anstalt"-Beitrages in eine Schockstarre, da sie ein Comeback der Icebucketchallenge befürchteten. Diese war genauso schnell von der Bildfläche verschwunden, wie sie zuvor aufgetaucht war. 

Kein Comeback der Icebucketchallenge

Zunächst einmal können wir Sie beruhigen: Sie brauchen keine Angst davor zu haben, dass Ihnen erneut ein angeblich guter Freund oder eine gute Freundin via Facebook die Aufgabe aufbrummt, einen Eimer voller Eiswasser über den Kopf auszuschütten. Die sogenannte "Eiskübelherausforderung" gehört endgültig der Vergangenheit an. Seit einigen Tagen gibt es allerdings ein kleines "Aber", das dazu führt, dass Sie sich nicht zu sicher sein sollten. Diesmal stellt jedoch nicht der Eiskübel eine Bedrohung dar, sondern ein Heiß- oder Kaltgetränk des amerikanischen Franchise-Unternehmens Starbucks. Der Hintergrund ist Folgender: In oben genannter ZDF-Sendung haben es sich "Die Anstalt"-Macher Max Uthoff und Claus von Wagner zur Aufgabe gemacht, das Thema Steuern auf gewohnt präzise und kabarettistische Art und Weise auseinanderzunehmen. Am Schluss einer durchaus gelungenen Sendung, in der plakativ beschrieben wurde, mit welchen Tricks große Unternehmen ihre hohen Gewinne am Fiskus vorbeischmuggeln, riefen sie zur sogenannten Starbucketchallenge auf.

Einer der ersten Teilnehmer der Starbucketchallange:

Die Anleitung für die Starbucketchallenge

Es liegt natürlich auf der Hand, dass die Starbucketchallenge der Icebucketchallenge sehr nahe kommt beziehungsweise darauf basiert. Zum Ende der "Anstalt"-Ausgabe wurde mit Hilfe des bereits angesprochenen Beitrags erläutert, wie die Starbucketchallenge durchgeführt werden sollte. Die Anleitung sieht vor, dass man zunächst eine Starbucks-Filiale seiner Wahl (inzwischen wird sich sicherlich in jeder Stadt eine finden lassen) aufsucht. Dort angekommen, bestellt man eine der alles andere als günstigen Kaffee-Kreationen. Der Herr im Beitrag entschied sich übrigens für einen Frappuccino mit Schokosoße, nur um nach einem Schluck enttäuscht festzustellen: "Schmeckt ja gar nicht, sind ja gar keine Steuern drin." Was danach kommt, kann sich vermutlich jeder denken. Wie bei der Icebucketchallenge schüttet man sich das total überteuerte Getränk über den Kopf und nennt anschließend drei Personen, die als nächstes eine Starbucks-Filiale besuchen sollen. Womit wir wieder bei der Nominierung des "Anstalt"-Kollegen wären, der sich mit den Worten "Ich nominiere Anke König, Anika Mengemann und Sebastian Voigt. Traut Euch!" von seinem erstaunten Publikum verabschiedete. Ach ja, genau: Natürlich sollte man auf keinen Fall vergessen, sich bei der Aktion filmen zu lassen, um den Clip anschließend mit dem Hashtag #Starbucketchallenge auf Facebook, Twitter oder anderen Social Media-Seiten hochzuladen.         

Positive Reaktion in den sozialen Netzwerken

Wer bislang dachte, die Icebucketchallenge wäre eine echte Herausforderung, der wird nun also eines Besseren belehrt. Sich in einem Menschen überfluteten Starbucks-Laden mit einem Frappuccino zu übergießen, ist noch einmal eine ganz andere Geschichte. Schließlich wäre es eine deutlich klebrigere Angelegenheit und man könnte sich mit dieser Aktion auch Feinde machen. Nun ist also nicht zwingend davon auszugehen, dass sich viele Menschen trauen werden, diesem Beispiel zu folgen, doch spannend wäre es allemal. Wie würde wohl das angesprochene Unternehmen reagieren, wenn täglich Kunden den Starbucks-Boden fluten würden? Ohne besagter Franchise-Kette zu nahe treten zu wollen: Solange der Verkauf durch "Anstalt"-Nachahmer gesteigert werden kann, würde man vielleicht gute Miene zum bösen Spiel machen und die Putzfrau eben häufiger durch die heiligen Starbucks-Hallen "jagen". Fakt ist: Beim TV-Publikum und im Netz kam dieser – zugegebenermaßen mit einem leichten Augenzwinkern versehene – Einspieler gut an und hatte positive Reaktionen zufolge. Vor allem auf Twitter unter https://twitter.com/hashtag/starbucketchallenge meldeten sich schnell einige User zu Wort und zwitscherten ihre Meinung zur Starbucketchallenge. "Wie geil war das denn? TV-Kritik: Die Anstalt: Auf zur Starbucket-Challenge", lautete eine der vielen positiven Stimmen. Doch würde man mit dem Kauf eines Kaffees bei Starbucks nicht genau das unterstützen, was man mit dieser Aktion zu kritisieren versucht? Genau darauf zielt der Kommentar eines anderen Tweets ab: "Ihr solltet nur bei der #starbucketchallenge den Kaffee selbst mitbringen. Sonst freut sich der Steuertrickser doch noch." Fazit: Die Starbucketchallenge sorgt auf jeden Fall für Aufsehen und das ist genau das, was das Kreativteam von "Die Anstalt" erreichen wollte.

(Redaktion)


 


 

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