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Altersversorgung

Die Betriebliche Altersversorgung: Vorteile für den Chef und seine Mitarbeiter

Unterstützungskasse

Wie bei der Direktzusage trägt das Unternehmen auch hier das Finanzierungsrisiko. Es wird mit der U-Kasse jedoch ein rechtlich selbständiger Verein oder eine GmbH eingeschaltet, die für die späteren Rentenleistung aufkommt. Für kleine und mittlere Unternehmen sind die Direktzusage und die Unterstützungskasse aufgrund des relativ hohen Verwaltungsaufwands und der finanziellen Risiken eher ungeeignet.

Direktversicherung

Hier schließt der Arbeitgeber eine Lebensversicherung für den Arbeitnehmer bei einem Versicherungsunternehmen ab und zahlt die regelmäßigen Prämien. Bezugsberechtigt sind die Arbeitnehmer, bzw. im Todesfall deren Angehörige. Mit einer Direktversicherung erfüllt der Arbeitgeber seine gesetzliche Pflicht zum Angebot einer Betriebsrente aus Gehaltsumwandlung. Die Direktversicherung bietet Gruppenverträge mit günstigeren Konditionen bei den Abschluss- und Verwaltungskosten an. Im Vergleich mit einer privaten Lebensversicherung erzielen die Versicherten eine bessere Rendite auf die eingezahlten Beiträge. Wechselt ein Arbeitnehmer seinen Job, so kann er den Vertrag beim neuen Chef fortführen wenn auch dieser eine Direktversicherung anbietet. Die Versicherungsgesellschaft des neuen Arbeitgebers muss jedenfalls den Vertrag einer anderen Gesellschaft ohne Kostenaufschlag fortführen

Pensionskasse
Pensionskassen sind selbständige Versicherungsunternehmen, die ausschließlich betriebliche Altersvorsorge anbieten. Viele Pensionskassen sind an ein Großunternehmen oder eine Branche gebunden. In den letzten Jahren wurden aber eine Reihe von Kassen neu gegründet, die allen Unternehmen offen stehen. Eine gute Pensionskasse sollte dem Arbeitgeber individuelle Versicherungstarife für seine Mitarbeiter anbieten. So können Arbeitnehmer, die außerhalb des Betriebs entweder schon Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen abgeschlossen haben, oder gar keine Familienabsicherung benötigen, als auch diejenigen, die sich komplett über die Pensionskasse versichern möchten, bei einem Anbieter gemeinsam versichert werden.

Pensionsfonds
Diesen Durchführungsweg gibt es erst seit Anfang 2002. Während Pensionskassen höchstens 35 Prozent ihrer Mittel in Aktien investieren dürfen, gibt es bei den Pensionsfonds praktisch keine Beschränkung. Pensionsfonds können daher die Renditechancen an den Kapitalmärkten stärker nutzen als jede andere Form der betrieblichen Altersversorgung. Vermögensverluste sind trotz der möglichen höheren Anlagerisiken dennoch ausgeschlossen, denn die Pensionsfonds sind gesetzlich verpflichtet, den Arbeitnehmern zumindest die Auszahlung ihrer Beiträge zu garantieren. Genau wie Pensionskassen und Direktversicherungen bieten auch Pensionsfonds Zusatzversicherungen bei Erwerbsunfähigkeit oder Tod des Versicherten an.

(Markus Jähnig)


 


 

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