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Die Geschichte des Web 2.0

Web 2.0 liest man derzeit in jeder Zeitschrift - egal ob es sich dabei um technische Fachliteratur oder Marketingmagazinen handelt. Dennoch drängen sich ein paar Verständnisfragen auf: Seit wann gibt es Web 2.0 und vor allem was ist denn nun genau Web 2.0? Thomas Zumtobel, Geschäftsführer des Unternehmens „Q4U“ durchleuchtet in einer zweiteiligen Business-On.de-Reihe die Internet-Geschichte sowie die Web 2.0-Bedeutung.

Die Bezeichnung Web 2.0 ist zur Zeit sehr populär; Gerüchten zufolge soll der Begriff auch schon Frauenzeitschriften bereichert haben. Der Hype rund um dieses Schlagwort wird immer intensiver - wobei Internetagenturen keinen unwesentlichen Anteil daran haben. Aber seit wann gibt es Web 2.0 und vor allem was ist denn nun genau Web 2.0?

Um dies zu beantworten, wollen wir vorab kurz eine pointierte Reise zurück machen.

Die Geschichte des Internets

bis 1988: Die Steinzeit
Das Internet ist noch nicht erfunden und die Kids wissen nichts mit Ihrer Freizeit anzufangen.

1988 - 1996: Web 0.5
Die elektronische Welt bestand im Wesentlichen aus E-Mail und Datenkommunikation. Nur die wirklich harten Jungs haben verstanden was sie tun.

1996: Web 1.0
In diesem Jahr änderte sich vieles. Statisches HTML erlaubte die Darstellung von Text und Bild im Internet. Schlagartig war es "in" eine eigene Homepage zu haben.

1996 - 2004: Web 1.5
In der Zeit zwischen 1996 und 2002 entdeckten Studenten, dass man mit dem Internet Geld verdienen konnte. Die ersten Agenturen entstanden, Kompetenzen wurden gebündelt. Websites wurden dynamisch. Die ersten Shops tauchen auf, Communities werben um die Gunst des Surfers. Das Internet wird zu einem Medium für jedermann.

2001: Big Bang
Ende des Jahres 2001 platzt die Internet-Blase. Das Internet wird als völlig überschätzten Hype abgetan. Kapitalgeber ziehen ihr Kapital zurück. Die große Pleitewelle schwemmt viele Firmen weg. Der Markt bereinigt sich und wird professionell.

Seit 2004: Web 2.0
Tim O'Reilly spricht das erste Mal von Web 2.0. Der Begriff schlägt ein wie eine Bombe.

Die geplatzte Internetblase von 2001 hatte nicht nur die Trennung von Spreu und Weizen zum Ergebnis sondern auch eine Änderung der Einstellung zum Internet. Langsam – es hat ja immerhin fast 3 Jahre gedauert und das ist im Internetzeitalter eine sehr lange Zeit – änderte sich das Internet.

 

Im Web 2.0 gewinnt der eigentliche Grundgedanken des Internets wieder an Bedeutung: Offenheit, Standardisierung und Freiheit.

 

 

Auslöser waren dieses Mal jedoch nicht die Agenturen sondern der User. Der User hat entdeckt, dass öffentliche Tagebücher nicht nur Spaß machen, sondern auch von anderen Usern gelesen werden. Der Weblog war erfunden. Ein Weblog ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Neue Einträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.

Warum dieser öffentliche Seelentrip zu einem der Kernelemente des Web 2.0 wurde, lesen Sie im zweiten Teil über "die sieben Paradigmen des Web 2.0 nach Cristopher Alexander" von Thomas Zumtobel / Q4U.

(Thomas Zumtobel)


 


 

Thomas Zumtobel
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4 Kommentare

von Daniel
02.11.06 08:38 Uhr
Weblogs für jedermann

Ich denke, dass sowohl Blog-Dienste als auch das vielfältige Angebot an Software (Wordpress, Textpattern, etc.) ein wichtiger Faktor sind. Heutzutage kann nicht nur der, der sich mit HTML/CSS/PHP auskennt, im Internet publizieren, sondern jeder und vor allem auch jene aus der Redakteursecke. Neben den zahlreichen Blogs zum Thema Webdesign gibt es dadurch auch zu allen anderen erdenklichen (Fach)themen Blogs: Bildblog, Shopblogger, …

von Michael Berner
02.11.06 14:09 Uhr

Webbloggs sind ja nur ein kleiner Teil des Web 2.0 Hypes. Ich denke da sind viel mehr andere Themen interessant. Für mich ist es wichtig das sich das Internet weg vom Einbahnstraßen Internet entwickelt. Es gewinnt durch Web 2.0 viel mehr an Interaktivität.

von Thomas Zumtobel Q4U
02.11.06 15:57 Uhr
WebLog

Ja, das stimmt. Weblogs sind zwar der Auslöser gewesen aber heute gibt es deutlich mehr Anwendungen die den eigentlichen Gedanken des Internets deutlich machen. Hierauf werden wir in der nächsten Folge kurz darauf eingehen. Sollte die Resonanz groß genug sein, werden wir sehr gerne einzelne Vertreter herauspicken und diese genauer beleuchten. Diesbezüglich freuen ich mich auf jedes Feedback.

von sor
20.11.06 07:24 Uhr
Viel Platz für wichtiges und (für andere) unwichtiges

Bin selber seit 1996 im Internet aktiv und nutze dessen Möglichkeiten geschäftlich. Der Web 2.0 Hype gibt die Möglichkeit zu mehr Individualität. Es gibt für jeden Menschen jede Menge Platz, seine eigene Geschichte zu erzählen. Egal ob es die leckersten Rezepte oder die schönsten Bastelanleitungen sind. Die Besucher können aktiv ihre Meinung kundtun. Natürlich gibt es nun auch Platz für "unwichtige" Meldungen. Die aber gerade den Spaß ins Netz bringen. Egal, ob es das Tagebuch des eigenen Hamsters ist, oder dumme Sprüche, die einem bei 2,5 Promille eingefallen sind ;-) - Das Internet verändert die Welt - aber auch jeden einzelnen. Ob zum Positiven oder Negativen, dass werden wir in 10 Jahren wissen...

 

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