Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Marketing
Weitere Artikel

Die sieben Paradigmen des Web 2.0

Web 2.0 liest man derzeit in jeder Zeit­schrift -egal ob es sich dabei um tech­ni­sche Fachli­te­ratur oder Marke­ting­ma­ga­zinen handelt. Dennoch drängen sich ein paar Verständ­nis­fragen auf: Seit wann gibt es Web 2.0 und vor allem was ist denn nun genau Web 2.0? Thomas Zumtobel, Geschäfts­führer des Unter­neh­mens „Q4U“ durch­leuchtet in einer zwei­tei­ligen Busi­ness-On.de-Reihe die Inter­net-Geschichte sowie die Web 2.0-Bedeu­tung.

Die sieben Paradigmen des Web 2.0 nach Christopher Alexander

The Long Tail
Kleine Seiten machen die Masse im Internet aus. Die Masse der Internetanwendungen decken nur relativ schmale Nischen ab. Daher ist es überaus wichtig, dass Web 2.0 Anwendungen das gesamte Internet erfassen.
Data is the Next „Intel Inside“

Web 2.0 Anwendungen basieren immer stärker auf Datensammlungen.

Für einen Wettbewerbsvorteil ist es wichtig, eigene einzigartige schwer zu beschaffende Daten zu besitzen. Ein gutes Beispiel hierfür ist NavTeq, ein Anbieter von hochwertigem Kartenmaterial.

Jeder hatte damit bestimmt schon seine Erfahrung gesammelt. Bei allen Karten der Dienste von Google, Microsoft oder Yahoo steht „Maps copyright NavTeq, TeleAtlas” auf dem Kartenmaterial. Und probieren Sie doch mal dieses Datenmaterial zu erheben. NavTeq geht sogar so weit, dass Autonavigationssystem welche auf deren Datenmaterial zurückgreifen einen Aufkleber mit dem Beschriftung „NavTeq Onboard” besitzen – ähnlich zu „Intel inside“

Users Add Value
Der Schlüssel zum Wettbewerbsvorteil bei Internetanwendungen ist die Erweiterung der Daten der eigenen Applikationen durch Daten der Benutzer. Daher ist es wichtig, dass die Anwendung den Benutzer implizit und explizit einbindet. Besonders gut gelungen ist dies Amazon. Amazon verfügt über das gleiche Datenmaterial wie es z.B. auch Barnes & Noble.com einsetzt. Aber vergleichen Sie doch einmal beide Seiten. Sie werden feststellen, dass Amazon seine Angaben z.B. um Benutzerbewertungen anreichert. Auch die Suche von Amazon bezieht den Nutzer mit ein. Je populärer ein Titel ist, umso höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass er bei einer Suche ganz oben erschein.

„Network Effects by Default“
Der Nutzen eines Netzwerks steigt quadratisch in Proportion zur Anzahl der Nutzer (Metcalfe's Gesetzt). Das bedeutet schlicht gesagt, dass je mehr Nutzer einen bestimmten Service aktiv nutzen umso höher wird auch der Nutzen für die anderen Nutzer. Auch hierfür gibt es ein Beispiel: Bittorrent.

Bittorrent ist ein Werkzeug, das besonders für die schnelle Verteilung großer Dateien geeignet ist. Im Vergleich zum herkömmlichen Download werden hierbei Dateien nicht ausschließlich vom Server verteilt, sondern auch von Nutzer zu Nutzer (Peer-to-Peer). Jeder Nutzer, der gerade Daten lädt, gibt diese auch gleichzeitig zum Download für andere Nutzer frei. So ist es möglich, bei populären Daten von vielen Rechnern gleichzeitig zu laden. Dies erhöht die Geschwindigkeit enorm.

„Some Rights Reserved“
Das Urheberrecht schränkt die Wiederverwertbarkeit ein und verhindert das Experimentieren. Sobald diese Barriere fällt, und die Wiederverwendung und Anpassung der Daten explizit erlaubt wird, beginnen Nutzer sich damit auseinanderzusetzen. Dies war bei Google Maps geschehen. Sobald man herausgefunden hat wie man Google Maps für die eigenen Bedürfnisse einstetzen konnte, sind Anwendungen mit dieser Technologie förmlich aus dem Boden geschossen. Inzwischen gibt es zigtausende von Anwendungen.

„The Perpetual Beta“
Web 2.0 Anwendungen sollen keine monolithische Programme sein. Solch eine Isolierte Anwendung ist z.B. das Betriebssystem mit dem Sie gerade arbeiten. Wahrscheinlich ist es Microsoft Windows. Dieses Programm ist auf Ihrem Computer installiert. So kommen Sie nicht in den Genuss von experimentellen Features. Dies ist nur bei echten Web 2.0 Anwendungen möglich. Gerade diese Features und die Rückmeldung durch den Nutzer ermöglichen es, eine Anwendung zu erschaffen die auf den Nutzer zugeschnitten ist. Nach den Aussagen von Cal Henderson, Chefentwickler bei Flickr, werden bei Flickr neue Features fast im 30 Minuten Takt in das System eingespielt. Zwei von drei Features stoßen auf Begeisterung bei den Nutzern und bleiben somit erhalten. Weitere bekannte Vertreter sind z.B. Gmail, del.ico.us oder Youtube.
„Cooperate, Don‘t Control“

Kooperation steht im Vordergrund. Die Zeiten in denen jeder Hersteller seine Software und sein Knowhow wie das Gold von Fort Knox hütete, sind mit Web 2.0 vorbei. Vielmehr geht es darum, dass Schnittstellen zu anderen Anwendgen zur Verfügung gestellt werden. Und je einfacher diese Schnittstelle sind, umso eher werden diese auch genutzt. So geschehen bei den schon oben angesprochenen Beispielen von Google Maps, Amazon oder Flickr. Beide stellen Schnittstellen zur Verfügung um deren Funktionalität in andere Anwendungen einzubinden.
“Software above the Level of the Single Device”

Ein Endgerät in heutigen Zeiten? Wie kann das funktionieren? Haben Sie nicht auch einen Computer und ein Handy? Vielleicht sogar einen digitalen Assistenten? Wäre es nicht schön, wenn man sich nicht entscheiden müsste mit welchem Gerät man seine Emails abruft und welches zum Surfen im Internet geeignet ist? Und was ist mit Musik? Welches Gerät soll denn die Musik aus dem Internet laden? Wäre es nicht super, wenn genau diese Frage völlig egal wäre? iTunes von Apple hat dies phantastisch gelöst. Egal auf welchem Gerät Sie die Musik geladen haben iTunes synchronisiert sie zwischen allen Geräten.

(Thomas Zumtobel)


 


 

Web 2.0
Thomas Tumtobel
Paradigmen
Cristopher Alexander
Weblog

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Web 2.0" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: