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Digitale Kommunikation

Heike Liebermann im Interview zum Thema digitale Kommunikation

Heike Liebermann ist Gründerin und Geschäftsführerin der LIEBERMANN communications, sie gehört in Deutschland zu den bekanntesten Agenturinhabern im Bereich von Social Media Marketing und Blogger Relations. Seit 2013 berät und begleitet Heike Liebermann mittelständische Unternehmen mit dem Schwerpunkt deren Kommunikation zu digitalisieren. Dabei entwickelt sie mit diesen zusammen nachhaltige Kommunikationsstrategien und hilft ihnen dabei Beziehungen zu Influencern aufzubauen und die entwickelten Strategien wirkungsvoll umzusetzen.

In unserem Interview erklärt Heike Liebermann warum der Schritt in Richtung digitale Kommunikation so wichtig ist und warum einzelne PR-Aktionen nicht ausreichen um nachhaltig erfolgreich zu agieren.

business-on.de: Frau Liebermann, welche Unternehmen fragen bei Ihnen klassischerweise nach Unterstützung an und welche Firmen benötigen am dringendsten Ihre Hilfe?

Heike Liebermann: Es handelt sich dabei um Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen, mehrheitlich jedoch aus dem B2C Bereich. Das bedeutet, dass deren Kunden wiederum Endverbraucher sind und Privatpersonen. Es sind oftmals mittelständische Unternehmen, die merken, dass sie mit ihren bisherigen Kommunikationsmitteln ihre Kunden immer weniger erreichen. Es fehlt an klugen Strategien und an Konzepten, welche Maßnahmen denn überhaupt sinnvoll sind und welche getrost vernachlässigt werden können. Denn nicht jedes Unternehmen muss gleich alle Onlineregister ziehen. Am dringendsten benötigen die Unternehmen Hilfe, deren Kunden längst mehrheitlich online zu erreichen sind und für die Printprodukte keine oder nur noch eine sehr untergeordnete Rolle spielen.

business-on.de: Bedeutet das, dass Sie nur Online Marketing machen?

Heike Liebermann: Wir sind keine reine Online-Marketing Agentur, denn wir bedienen uns der klassischen Medien ebenso, nur der Mix wird ein anderer und Schwerpunkte verlagern sich.

Blogger, YouTuber, Instagrammer oder Snapchatter sind als glaubwürdiges Kommunikationsmittel wichtige Kontakte

business-on.de: Influencer und Blogger sind für viele Firmen noch ein recht unbekanntes Thema und viele Unternehmen wissen nicht, wie man hier am besten Beziehungen aufbaut und zu wem. Wie gehen Sie da vor?

Heike Liebermann: Blogger, YouTuber, Instagrammer oder Snapchatter – übergeordnet Influencer genannt, sind als glaubwürdiges Kommunikationsmittel wichtige Kontakte. Sie sind oftmals Experten auf ihren Fachgebieten und sind für ihre Leser und Follower wie ein guter Freund. Die direkte Nähe zu den Menschen sorgt dafür, dass sich die Fans in das Leben der Influencer eingebunden fühlen und bauen eine Verbindung und Beziehung zu diesen auf. Diese Verbindung steht für ein Vertrauen, welches sich die Unternehmen und die Influencer zu Nutze machen können. Die Glaubwürdigkeit steht dabei aber immer an erster Stelle. Für beide Seiten. Fans merken recht schnell, wenn ihr Blogger eine Kooperation nur aus wirtschaftlichen Gründen eingegangen ist. Dies schadet beiden Partnern mehr als es nützt.

Bei LIEBERMANN communications arbeiten mit sehr vielen Influencern aus verschiedenen Bereichen zusammen und haben persönliche Beziehungen zu ihnen aufgebaut. Ich weiß meistens sehr schnell, wer zu wem passen könnte und wo die win-win Situation am größten ist. Eine weitere große Rolle spielen die Professionalität der Influencer und deren Arbeitsweise. Was nützt dem Kunden, wenn Reichweite stimmt und das Thema, der Blogger aber Termine kurzfristig absagt oder die vereinbarte Leistung nicht oder nur zum Teil erbringt.

business-on.de: Und wie wird dann eine Zusammenarbeit mit einem Influencer zum Nutzwert für digitale Kanäle und sozialen Netzwerke der Unternehmen?

Heike Liebermann: Sinnvoll und eine gute Voraussetzung für Kooperationen sind eigene Social Media Kanäle, die im besten Fall bereits über ein kleine Reichweite verfügen. Oft ist es in den Unternehmen so, dass Seiten existieren, der Content ein wenig planlos erstellt wird und es auch kein richtiges Ziel gibt, was damit denn eigentlich bei wem erreicht und vermittelt werden soll.

Hier fangen wir an und optimieren die Social Media Kanäle, erstellen Redaktionspläne und auf Wunsch auch den nötigen Content. Facebook ändert so oft die Algorithmen und steuert im Newsfeed was für den Nutzer zu sehen ist. Unternehmen wundern sich dann beispielsweise, warum bei einer großen Anzahl an Followern nur noch wenige Fans tatsächlich erreicht werden und die Interaktion immer geringer wird. Hier steuern wir gegen und entwickeln Konzepte, damit sich dies wieder ändert.

"Eine kleine Reichweite bei den passenden Empfängern ist Gold wert"

business-on.de: Das wichtigste ist die Reichweite. Ist das wirklich so?

Heike Liebermann: Nein, das ist nicht korrekt. Die Reichweite muss man sich unter verschiedenen Gesichtspunkten genau ansehen. Da gibt es Reichweiten an Followern die sehr breit aufgestellt sind und Blogger die selbst sehr gut und spitz positioniert sind. Dann ist eine kleine Reichweite bei den passenden Empfängern Gold wert. Weiterhin schaue ich mir Interaktionsraten an. Das bedeutet, wen interessiert der Content wirklich, wer interagiert und kommuniziert?

"Facebook ist und bleibt ein wichtiger Kanal"

business-on.de: Welche Kanäle empfehlen Sie Ihren Kunden mehrheitlich?

Heike Liebermann: Facebook ist und bleibt ein wichtiger Kanal, allerdings muss der Content dort immer besser werden, da Facebook kostenlose Reichweite für Unternehmen sukzessive reduzieren wird. Instagram ist das Medium der Stunde und derzeit der wichtigste Social Media Kanal. Snapchat ist gut für eine junge Zielgruppe, vor allem Werbung lässt sich hier gut einbauen. LinkedIn wächst in Deutschland rasant, im B2B Bereich eine ganz klare Empfehlung.

business-on.de: Wie viel Zeit muss ich investieren um spürbare Änderungen zu erzielen?

Heike Liebermann: Je nach Zielgruppen und Art der Zusammenarbeit können schon nach zwei bis drei Monaten spürbare Änderungen verzeichnet werden. Das heißt, eine verbesserte Wahrnehmung und eine Veränderung des Images beginnt. Die Reise des Kunden geht ja immer mehr weg vom Produkt, hin zur Marke und Markenidentifikation.

(Redaktion)


 

 

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