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Dispo-Zinsen

Aigner will Dispo-Zinsen untersuchen lassen

(dapd). Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will die Dispo-Zinsen der Banken unter die Lupe nehmen. Grund ist eine am Dienstag vorgestellte Untersuchung der Stiftung Warentest, derzufolge viele Banken überhöhte Zinsen für die Überziehung des Girokontos verlangen. "Ich werde diese Ergebnisse zum Anlass nehmen, eine ausführliche Studie zum Zinsanpassungsverhalten der Banken in Auftrag zu geben", sagte sie dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe).

Ferner wolle sie prüfen, ob das geltende Recht über Zinsanpassungsklauseln ausreichend sei. Die Verbraucherschutzministerkonferenz Ende der Woche in Potsdam werde sich mit dem Thema Dispozinsen beschäftigen. "Zinsen von bis zu 17 Prozent sind aus meiner Sicht nicht begründbar", sagte Aigner. Es könne nicht sein, dass sich die Banken auf Kosten der Verbraucher sanieren. "Die Banken dürfen nicht einerseits die Vorteile der erheblichen Zinssenkungen der Zentralbank einkassieren, andererseits aber die Kunden mit teuren Krediten im Regen stehen lassen."

Aigner forderte die Banken auf, sich an die rechtlichen Vorgaben zu halten und die eigenen Zinsvorteile direkt und in vollem Umfang an die Kunden weiterzugeben. "Ich erwarte auch von der Finanzaufsicht, dass sie sich um die Beseitigung derartiger Missstände kümmert", sagte Aigner weiter.

(Michael Wojtek dapd)


 


 

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