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Jahreshauptversammlung

DocCheck im "Schweißwerferlicht"

Expansionskurs in allen Geschäftsbereichen

Im Agenturgeschäft, die Cash-Cow der Gruppe, will das Unternehmen verstärkt auf die Verzahnung mit DocCheck-Leistungen setzen. Schon im letzten Jahr hat das Modell Früchte getragen: Im Ranking der Multimedia-Agenturen stieg die DocCheck-Gruppe auf Platz 14. Neu hinzu gekommen ist der Geschäftsbereich PR und eine Unit für Sales Force Effectiveness. Expansionskurs ist auch bei der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH angesagt. Im letzten Jahr wurde der bisherige Vertriebsstandort Stuttgart um Büros in Leipzig und Essen ergänzt. Weitere sind im Norden und im Süden geplant. Der Vertrieb der 15.000 Medizinprodukte, angefangen von der Einmalspritze bis zum Ultraschallgerät, erfolgt über drei Kanäle: Online-Shop, Katalog-Verkauf über Call-Center und drittens Face-to-Face-Beratung in der Praxis. Geordert und geliefert wird Just in Time, so dass die Lagerhaltungskosten gering ausfallen und im wesentlichen nur von den 150 Eigenmarken verursacht werden.
Verzahnung als Geschäftsmodell

Die komplette Verzahnung von Produkten und Dienstleistungen ist das große Ziel der DocCheck-Gruppe. „Damit soll eine einzigartige Präsenz im Healthcare-Markt geschaffen werden, die es den Kunden der DocCheck-Gruppe ermöglicht, viele ihrer Kommunikations-, Vertriebs- und Logistikaufgaben effizient und aus einer Hand lösen zu können. Aus dieser Stellung heraus will die DocCheck-Gruppe in den nächsten Jahren stärker wachsen als der Markt“, so im „Schweissband06“ zu lesen. Bleibt die Frage, ob das auch die Aktionäre honorieren werden. Business-on.de befragte dazu den CEO Frank Antwerpes.

Akzeptanz am Aktienmarkt

Business-on.de: Herr Antwerpes, die Geschäftsberichte der DocCheck AG unterscheiden sich auffallend in Form, Gestaltung und Spaßfaktor von den bekannterweise nüchternen Zahlenwerken. Es gab bereits die Rechenschaft in drei Akten, das Malbuch mit Zahlen, die Gaunerbeichte und aktuell den Schweissband06. Ist der gewählte Stil Ausdruck der Unternehmenskultur oder mehr eine Hommage an Ihre Aktionäre?

Antwerpes: Geschäftsberichte müssen ungewöhnlich und unterhaltsam sein, um ein Publikum zu finden. Sonst landen sie ungelesen im Regal. In diesem Sinn versuchen wir, die Highlights des vergangenen Geschäftsjahres in einer knackigen "Story" zu verarbeiten. Darin spiegelt sich auch unsere Unternehmenskultur. Sie ist nicht von Arroganz, sondern von Selbstironie geprägt.

Business-on.de: Der Kurs der DocCheck-Aktie lässt zu wünschen übrig. Wie wollen bzw. können Sie darauf Einfluss nehmen?

Antwerpes: Durch solide Geschäfte und konsequente Weiterentwicklung unserer Portalmarke "DocCheck". Hier sind wir auf einem guten Weg. DocCheck hat sich in den letzten Jahren unter den Medizinportalen eine Spitzenstellung erkämpft. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Position in den Umsätzen niederschlägt.

Business-on.de: Ein Vertreter der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger monierte die mangelnde Transparenz von DocCheck nach dem Motto, wer ist eigentlich DocCheck bzw. was macht die Gesellschaft eigentlich? Das ist harter Tobak, oder? Was können Sie Business-on-Lesern darauf antworten?

Antwerpes: Dieser Vorwurf ist kein Tobak sondern Qualm. Richtig ist, dass unser Geschäftsmodell komplex ist und eine intensive Auseinandersetzung mit der Company und ihrem Markt erfordert. DocCheck ist kein Zahnstocher, sondern eine Uhr. Mangelnde Transparenz kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Schließlich lassen sich unsere geschäftlichen Aktivitäten im Internet lückenlos nachvollziehen. An der Kommunikation müssen wir aber arbeiten - vor allem im Sinn einer vereinfachten Darstellung unserer Kapitalmarktstory. -

(Karin Bäck)


 


 

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Dr. Frank Antwerpes

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