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  • 23.08.2006,
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  • Köln
Business Angel

Ein Engel für den erfolgreichen Unternehmensstart





Jungunternehmer sehen sich bei der Gründung und Etablierung der eigenen Existenz mit einer Vielzahl von Aufgaben und Problemen konfrontiert. Hilfe kommt hier von „oben“ – Business Angels sind erfahrene Unternehmer, die mit Kapital, Wissen und weitreichenden Kontakten helfen, die Hürden des Firmen-Startups zu überwinden.

Die Gründung eines eigenen Unternehmens setzt bekanntermaßen mehr voraus, als allein eine gute Geschäftsidee. Die Firma dauerhaft am Markt zu etablieren, erfordert Know-how und Kapital. Gerade in der Gründungsphase mangelt es jungen Unternehmen jedoch häufig an Erfahrung, Eigenkapital oder Sicherheiten. Private Kapitalgeber, sogenannte Business Angels, sind die idealen Partner, wenn übliche Finanzierungsmöglichkeiten ausscheiden.

Ein Business Angel ist ein erfahrener, vermögender Unternehmer oder leitender Angestellter, der durch Kapital, Know-how und Kontakte jungen, innovativen Existenzgründern hilft, die ersten Jahre der Unternehmensetablierung zu meistern. Der durchschnittliche Business Angel ist 51 Jahre alt, verfügt daher über wertvolle Wirtschaftskenntnis und weitreichende Kontakte. Sie investieren Teile ihres privaten Vermögens, dass im Durchschnitt über fünf Millionen Euro beträgt, und erhalten im Gegenzug Anteile des Unternehmens. Die Höhe der Investitionen schwankt stark, angefangen bei ungefähr 10.000 Euro können die Investitionen bis zu einer Million Euro reichen, was aber eher selten der Fall ist. Die Dauer der Beteiligung liegt zwischen drei und sieben Jahren.

Die Unterstützung erfolgt in einer Phase, in der Venture-Capital-Gesellschaften oder ähnliche Finanzierungshilfen in der Regel zu früh für einen Einstieg erscheint, verhalten sich aber im Prinzip konform. Ein Unterschied besteht jedoch darin, dass ein Unternehmensengel sein eigenes Kapital und Wissen mit ins Unternehmen bringt. Dadurch, dass der Engel finanziell an die Jungfirma gebunden ist, „kann man von einem stärkeren persönlichen Interesse und einer engeren Verbundenheit ausgehen“, erklärt Gabriele Wittenfeld, Projektmanagerin des Business Angel Netzwerk Deutschlands (BAND).

Außerdem sind Business Angels nicht hautberuflich oder gewerblich als Kapitalgeber tätig, eher übernehmen sie primär die Funktion eines Beraters, daher wird das eingebrachte Kapital auch als intelligentes Kapital bezeichnet. Diese „Coaching-Funktion“ verschafft dem Unternehmen einen zusätzlichen, meist unbezahlbaren Mehrwert.

Zudem bekommt der Existenzgründer Unterstützung beim Aufbau eines eigenen Netzwerks. Durch den weiteren Zugang zum Netzwerk des Business Angels kann das junge Unternehmen wichtige Kontakte zu potentiellen Kunden oder Investoren knüpfen.

Eine Hand wäscht die andere

Obwohl der Business Angel über genügend Erfahrung und Wissen verfügt, die Erfolgschancen eines Unternehmens gut einschätzen zu können, geht diese frühe Investition doch immer wieder mit einem gewissen Risiko einher.

Da der Engel, trotz des Namens, immer noch ein Geschäftsmann ist, werden Renditen am Unternehmenswert vorausgesetzt. Die Beteiligung eines Business Angels führt gleichzeitig auch zu einer Verschiebung der Gesellschafterverhältnisse.

Nach ca. zwei bis fünf Jahren Betreuungs- und Aufsichtsfunktion wird meist die Desinvestition (Exit) angestrebt. Eine Rückzahlungsverpflichtung besteht jedoch nicht. Der Abzug des Kapitals erfolgt vielmehr über den Verkauf der Unternehmensanteile an die Gründer oder an fremde Personen.


 


 

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