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  • 21.03.2006,
  • |
  • Köln

„Ein gesunder Branchenmix ist kein Verkaufsargument“

Interview mit Katrin Rüffer, Geschäftsführerin von „Cologne Bonn Business“: Fallschirmspringen scheint ja hoch im Kurs zu stehen. Auch in unserem zweiten Porträt unter der Rubrik „Köpfe der Region“ lautet die Antwort auf die Frage „Welches Hobby würden Sie gerne noch ausprobieren?“ eben Fallschirmspringen. Vielleicht weil man so die Dinge bestens überblicken kann?

Katrin Rüffer, Geschäftsführerin von „Cologne Bonn Business“, jedenfalls hat alles fest im Blick. Sie hat in den USA studiert, viele Jahre in New York City gearbeitet und bringt ihre internationalen Erfahrungen nun ein, um die Region zu stärken. In „Cologne Bonn Business“ (CBB) bündeln drei Gesellschafter – Region Köln/Bonn e.V., Region Köln/Bonn-Sparkassen- GbR und die Wirtschaftsinitiative Köln/Bonn e.V. – ihre Kompetenzen, um den Bekanntheitsgrad der Wirtschaftsregion bei Investoren zu steigern.

Dabei richtet CBB seinen Fokus auf sieben Kernbranchen Automobil/Maschinenbau, Chemie, IT/Telekommunikation, Medien, Finanz-/Versicherungswirtschaft, Handel und Logistik, die in der Region bereits mit zahlreichen Branchenführern vertreten sind. „Potenziellen Investoren muss vor Augen geführt werden, dass die Region zu den produktivsten und innovativsten Standorten im Zentrum des mitteleuropäischen Wirtschaftsraums zählt. Durch die optimale Verknüpfung leistungsstarker Verkehrsträger können Unternehmen ihre Kunden weltweit bedienen“, sieht Katrin Rüffer die Pfunde, mit denen KölnBonn wuchern kann. „Der so häufig beschworene gesunde Branchenmix hingegen ist in meinen Augen kein Verkaufsargument“, ist Rüffer überzeugt.

business-on.de: Schildern und skizzieren sie knapp ihren beruflichen Werdegang.

Katrin Rüffer: Nach einem Studium Marketing/Kommunikation und einem ersten Job in einer Werbeagentur folgte der Sprung in die USA, wo ich noch ein Studium „International Business“ angehängt habe. Im Anschluss der Wechsel ins Press Department der Stadt New York, wo ich unter anderem auch mit Bürgermeister Rudolph W. Giuliani zusammenarbeiten konnte. Weitere Stationen waren die Wirtschaftsrepräsentanz des Landes NRW im Big Apple und die Marketing/PR-Abteilung der WestLB. Seit 2004 bin ich in verantwortlicher Position bei „Cologne Bonn Business“.

business-on.de: Wer oder was hat sie im Beruf am meisten nach vorne gebracht?

Katrin Rüffer: Die Erziehung meiner Eltern, die mir vor allem vermittelt haben, niemals aufzugeben, sich selber Ziele zu setzen und diese konsequent zu verfolgen.

business-on.de: Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen macht.

Katrin Rüffer: Wir vermarkten die Investitionspotenziale der Region KölnBonn.

business-on.de: Was wünschen sie sich für ihr Unternehmen in den nächsten Monaten?

Katrin Rüffer: Wir wollen alle angeschobenen Projekte wie geplant erfolgreich umsetzen, dabei alle Spieler der Region mitnehmen und so viele internationale Unternehmen wie möglich ansprechen.

business-on.de: Wenn sie könnten, was würden sie sofort ändern um Köln und die Region voranzubringen?

Ich würde die Entscheidungswege in der Stadtpolitik verkürzen.

Katrin Rüffer: Ich würde die Entscheidungswege in der Stadtpolitik verkürzen.

business-on.de: Das Scheitern des Hochhauskonzeptes für Deutz empfinde ich…

Katrin Rüffer: …nicht als ein Scheitern, sondern als ein nochmaliges Überdenken der Strukturen.

business-on.de: Was halten sie von der EU Erweiterung?

Katrin Rüffer: Das ist ein sehr komplexes, zum Teil unterschätztes Thema, denn neue Mitglieder mit ins Boot zu nehmen ist mehr als nur die Frage einer gemeinsamen Währung.

business-on.de: Welches Unternehmen würden Sie gerne in die Region holen?

Katrin Rüffer: Da gäbe es so viele…

business-on.de: Was haben sie heute früh als erstes gemacht?

Katrin Rüffer: Meine Mailbox abgehört.

business-on.de: Ihr bisher traumhaftester Urlaub?

Katrin Rüffer: Eine Reise durch das mexikanische Hochland.

business-on.de: Welche Erfindung hätten sie gerne gemacht?

Katrin Rüffer: Das Tempo-Taschentuch.

business-on.de: Welches Hobby haben sie?

Katrin Rüffer: Wenn mal Zeit bleibt, dann gehe ich gerne wandern.

business-on.de: Und welches Hobby würden sie gerne noch ausprobieren?

Katrin Rüffer: Ich würde gerne mal mit einem Fallschirm abspringen.

business-on.de: Was werden sie heute Abend wahrscheinlich als letztes tun?

Katrin Rüffer: Meine E-Mails checken. Ganz einfach deshalb, weil ich mit vielen Menschen aus anderen Zeitzonen zusammen arbeite und mich auch in den Abendstunden noch wichtige Nachrichten erreichen.

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(Redaktion)


 


 

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