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Energetische Sanierung

Verbesserte Programme für Hauseigentümer

Kurz vor Silvester schafften einige Steuergesetze in 2012 keinen Durchbruch im Vermittlungsausschuss oder der Bundesrat verweigerte die Zustimmung. Nun kam es zu Jahresbeginn zumindest zum vorläufigen Aus.

Unter anderem konnte das Gesetz zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden nicht in Kraft treten, weil der Bundesrat seine Zustimmung versagt hatte. Bund und Länder haben sich nach mehr als einjährigem Vermittlungsverfahren darauf geeinigt, das Gesetz zu streichen, da eine Verständigung nicht möglich war.

Dafür erfolgte aber als Ausgleich eine Erhöhung der Fördermittel für das KfWProgramm Energieeffizient Sanieren. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) stellt für die Verbesserung der bestehenden Zuschussförderung bis 2020 jährlich zusätzliche Bundesmittel i.H.v. 300 Mio. € zur Verfügung. Die verbesserte Zuschussförderung kann ab sofort direkt bei der KfW beantragt werden. Sanierer profitieren von der Aufstockung in der Zuschuss- und der Kreditvariante. Wer sein Haus oder seine Wohnung energetisch saniert, profitiert künftig von einer Aufstockung der Investitionszuschüsse. Bis einschließlich 2014 stellt der Bund hierfür 1,5 Milliarden € pro Jahr bereit – ein kräftiger Schub für die Energiewende.

Hintergrund: 40% des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudebereich. Der Erfolg der Energiewende hängt maßgeblich auch davon ab, inwieweit dort Einsparpotenziale genutzt werden. Mit der Verbesserung der Programme soll gezielt privaten Hausbesitzern die Entscheidung für die Sanierung der eigenen vier Wände erleichtert werden: Sie können mit bis zu 18.750 € einen deutlich höheren Investitionszuschuss von der KfW erhalten.

Die Verbesserung der Investitionszuschüsse im Einzelnen:

  • Erhöhung der Investitionszuschüsse für Einzelmaßnahmen von 7,5% auf 10% der förderfähigen Kosten, maximal 5.000 € pro Wohneinheit;
  • Erhöhung der Investitionszuschüsse für den Standard „KfW-Effizienzhaus 70“ von 17,5% auf 20% der förderfähigen Kosten, maximal 15.000 € pro Wohneinheit;
  • Erhöhung der Investitionszuschüsse für den Standard „KfW-Effizienzhaus 55“ von 20% auf 25% der förderfähigen Kosten, maximaler Zuschussbetrag 18.750 € pro Wohneinheit;
  • Parallel zur Verbesserung der Investitionszuschüsse werden auch die Tilgungszuschüsse in der Kreditvariante für die KfW-Effizienzhäuser 70 und 55 (aktueller effektiver Jahreszinssatz 1,00%) angehoben. Eine Antragstellung wird ab 1.3.2013 über die Hausbanken möglich sein.
  • Zudem gibt es in der Kreditvariante eine Erhöhung der Tilgungszuschüsse für den Standard „KfW-Effizienzhaus 70“ von 10% auf 12,5% des Zusagebetrags, maximal 9.375 € je Wohneinheit, und für den Standard „KfW-Effizienzhaus 55“ von 12,5% auf 17,5% des Zusagebetrags, maximal 13.125 € je Wohneinheit.

Neu ist das KfW-Programm für Heizungsanlagen: Die KfW startet ein eigenes Kreditprogramm zur Förderung von Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien. Die zinsgünstigen Kredite von bis zu 50.000 € je Wohneinheit können in Kombination mit Investitionszuschüssen aus dem Marktanreizprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Anspruch genommen werden. Gefördert wird beispielsweise der Einbau von thermischen Solarkollektoren, Biomasseanlagen oder Wärmepumpen.

(VSRW-Verlag)


 


 

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