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Energiewirtschaftliche Institut

Köln wird zum energiewirtschaftlichen Kompetenzzentrum

Die Universität zu Köln, das Land Nordrhein-Westfalen, die Energieunternehmen RWE (Essen) und E.ON (Düsseldorf) sowie die Gesellschaft zur Förderung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln werden künftig gemeinsam das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) fördern.

Ziel ist es, das EWI zu einem europäischen Think-Tank für Energieökonomik weiter zu entwickeln. Dazu haben heute der nordrhein-westfälische Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, das Mitglied des Vorstands der RWE AG und Präsident der Fördergesellschaft des EWI, Berthold Bonekamp, der Generalbevollmächtigte der E.ON AG, Gert von der Groeben, der Vorsitzende des Vorstands der RheinEnergie AG und Vizepräsident der Fördergesellschaft des EWI, Dr. Rolf Martin Schmitz, der Rektor der Universität zu Köln, Prof. Dr. Axel Freimuth, und der Institutsdirektor, Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist die Weiterentwicklung der Energieforschung in Köln. Dazu sollen in den kommenden 5 Jahren zusätzliche Mittel in Höhe von 12 Millionen € bereitgestellt werden, mit denen sowohl neue Professoren- und Mitarbeiterstellen geschaffen werden sollen, als auch die Internationalisierung vorangetrieben werden soll. Das EWI hat sich in seiner 65-jährigen Geschichte eine hohe Reputation in Deutschland aufgebaut. Seine jetzt beschlossene Weiterentwicklung trägt den gestiegenen Anforderungen und der gewachsenen Bedeutung des Themas „Energie“ Rechnung.

NRW-Innovationsminister Pinkwart betont anlässlich der Veranstaltung, dass eine sichere und vor allem bezahlbare Energieversorgung eine der entscheidenden Zukunftsfragen unserer Gesellschaft ist. „In der öffentlichen Diskussion ist dabei schon die Berechnung der Kosten der unterschiedlichen Energieträger heiß umstritten – genau wie die Auswirkung dieser Kosten auf die Volkswirtschaft. Aufgabe des neuen Energiewirtschaftlichen Instituts wird es sein, die wissenschaftlichen Grundlagen für die Diskussion zu erarbeiten und so eine sachliche Auseinandersetzung zu ermöglichen."

Auch RWE-Vorstand Bonekamp ist sicher, dass das EWI dazu beitragen wird, die wissenschaftliche Basis für die anstehenden politischen Entscheidungen zu stärken. „Die Balance zwischen den energiepolitischen Zielen Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit ist ins Wanken geraten. Damit wir weder in Deutschland noch in Europa umwelt- und energiepolitisch in eine Sackgasse geraten, brauchen wir einen europäischen Think Tank für Energieökonomik, wie er jetzt mit dem EWI aufgebaut wird.“

E.ON-Generalbevollmächtigter von der Groeben macht deutlich: „Wir brauchen einen einheitlichen Binnenmarkt für Energie. Das EWI sollte noch bestehende regulatorische und administrative Hemmnisse analysieren und Vorschläge zu deren Beseitigung machen.“

„Das energiewirtschaftliche Institut der Universität zu Köln ist eine der renommiertesten Einrichtungen auf diesem Gebiet in Deutschland“, sagte RheinEnergie-Vorstandsvorsitzender Schmitz für die „Gesellschaft zur Förderung des Energiewirtschaftlichen Instituts“ bei der Vertragsunterzeichnung. „Der Förderverein sieht es als wichtigste Aufgabe an, das Miteinander von Forschung und Lehre einerseits sowie Praxis und Anwendung andererseits voranzubringen. Das EWI hat nicht zuletzt wegen dieses unmittelbaren Bezugs zur Praxis seine heutige Position erreicht. Bei den immer weiter steigenden Anforderungen an die Energiewirtschaft brauchen wir auch eine Bildungseinrichtung, die mit diesen Anforderungen Schritt hält oder ihnen voraus ist und die den permanenten Dialog mit der Praxis pflegt.“

Rektor Freimuth hebt hervor, dass die im Energiewirtschaftlichen Institut betriebene Forschung von großer gesellschaftlicher Relevanz ist. Die Universität zu Köln will sich mit diesen Partnern künftigen Herausforderungen stellen. Das Institut und die dort geleistete Arbeit werden auch auf die Lehre und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität ausstrahlen.“

Zum Hintergrund
Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben sich für das kommende 
Jahrzehnt ehrgeizige energiewirtschaftliche Ziele gesteckt, sowohl in 
Bezug auf Umweltschutzaspekte als auch für die Liberalisierung und 
Integration der Marktstrukturen. Darüber hinaus hat sich die Situation 
auf den globalen Rohstoffmärkten deutlich verändert, und der 
Energiewirtschaft kommt eine immer größere geopolitische Bedeutung zu. 
Vor diesem Hintergrund werden die Europäische Union und ihre 
Mitgliedsstaaten den energiewirtschaftlichen Ordnungsrahmen 
kontinuierlich weiterentwickeln müssen. Energieökonomische Forschung leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Entwicklung der globalen, europäischen und nationalen Energiemärkte sowie zur Wirkungsweise und geeigneten Ausgestaltung alternativer Ordnungsmechanismen. Um hierbei die Öffentlichkeit und die Entscheidungsträger in diesem Prozess umfassend beraten zu können, muss die Wirtschaftswissenschaft erhebliche, laufend weiterzuentwickelnde, Forschungsanstrengungen unternehmen.

(Redaktion)


 


 

Energiewirtschaftliche Institut
Universität zu Köln
Innovationsminister Pinkwart
RWE-Vorstand Boneka

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