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Weltwirtschaft

Weltbankchef: Hohe Finanzierungslücken in Entwicklungsländern

(ddp.djn). Der Chef der Weltbank, Robert Zoellick, sieht weiterhin erhebliche Risiken für eine Erholung der Weltwirtschaft. «In der Realwirtschaft herrscht immer noch viel Unsicherheit und wir bemühen uns, die Risiken für eine Erholung klar zu identifizieren», sagte Zoellick der «Welt am Sonntag». Besondere Sorge machten Zoellick die hohen Schulden des privaten Sektors. In vielen Entwicklungsländern würden diese zunehmend ein Problem.

«Wir schätzen, dass die Finanzierungslücke allein in diesem Jahr zwischen 370 und 700 Milliarden Dollar liegt», sagte Zoellick. Eine Herausforderung für die Weltbank werde es nun sein, «wie wir den Unternehmen helfen können, diese Verbindlichkeiten umzuschulden». Die Bank sei gerade dabei, einen Fonds einzurichten, der den Unternehmen helfen solle, sich umzuschulden.

Große Hoffnungen bei der Bewältigung der weltweiten Wirtschaftskrise setzt Zoellick auf China. «China wird uns positiv überraschen. Im ersten Quartal ist die Wirtschaft dort wieder stark gewachsen, dank der Konjunkturprogramme", sagte der Weltbankchef. Das helfe auch dem Rest der Welt, die Rohstoffpreise beispielsweise zögen wegen der stärkeren chinesischen Nachfrage schon wieder leicht an. Aber auch Indien und einige afrikanische Länder könnten nach der Krise «Wachstumszentren» werden.

Erheblich zur Erholung der Weltwirtschaft könnte nach Ansicht von Zoellick auch ein erfolgreicher Abschluss der Doha-Runde zur weiteren Liberalisierung des Welthandels beitragen. Der Weltbankchef hält einen erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen in den nächsten 24 Monaten nach den Wahlen in Indien für machbar.

ddp.djn/nas/fgr

(Redaktion)


 


 

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