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Erfolgreiche Internationalisierung

99designs verkauft Logos in über 100 Ländern

Eva Missling ist Director of Strategic Development bei 99designs. Nachdem sie mehrere Jahre als Konzepterin und strategische Beraterin in Internetagenturen gearbeitet hat, gründet sie 2009 den Design-Marktplatz 12designer in Berlin, den sie nur drei Jahre später an 99designs, die heute weltweit größte Online Plattform für Grafikdesign verkauft.

Als Speakerin der StartupCon Köln erzählte sie dem Publikum, wie sie ihr Unternehmen ins Silicon Valley verkauft hat und welchen Weg der Internationalisierung sie seither mit 99designs beschreitet. Vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen hat 99designs ein paar Tipps zusammengestellt, wie man ein Business für den globalen Markt fit macht.

5 Tipps für eine erfolgreiche Internationalisierung

Das Thema Internationalisierung dominiert mittlerweile die ganze Startup-Szene. Es reicht lange nicht mehr aus, auf dem Heimatmarkt erfolgreich zu sein. Immer mehr junge Unternehmer streben danach, mit ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung, Zielgruppen weltweit zu erreichen. Eine Internationalisierung jedoch erfordert nicht nur ein großes Maß an zeitlichem Aufwand, sondern ist zudem mit vielen Hürden verbunden und verschlingt eine Menge Geld.

1. Klein anfangen

Das Mindeste, um im Ausland durchzustarten, ist eine Webseite in der jeweiligen Landessprache. Unverzichtbar ist es darüber hinaus, einen Fachexperten aus dem jeweiligen Land einzustellen, der die lokalen Bedürfnisse kennt und mögliche Beschwerden kontextualisieren kann.

2. Kundenservice in Landessprache

Die Kunden wollen nicht anonym mit Menschen kommunizieren, die tausende Kilometer entfernt sitzen und die lokalen Bedürfnisse nicht kennen. Daher ist es für ein Unternehmen wichtig, einen zuverlässigen Kundenservice in Landessprache anzubieten, der telefonisch, per Chat und Mail erreichbar ist. So kann man bestens mit den Kunden interagieren und Vertrauen aufbauen.

3. Zukauf fürs Wachstum

Eine Marktanalyse ist unerlässlich, wenn man vorhat, in einem Land neu durchzustarten. Sie gibt Aufschluss darüber, ob das Produkt überhaupt eine Chance hat und ob es Mitbewerber gibt, die bereits mit einem ähnlichen Angebot erfolgreich sind. Wenn dem so ist, sollte man in Erwägung ziehen, den Konkurrenten zu akquirieren. Dies vereinfacht den Markteintritt erheblich und ermöglicht ein wesentlich schnelleres Wachstum. Darüber hinaus kann man von dem bereits aufgebauten Vertrauen profitieren, wenn der Mitbewerber sich bereits zu einer festen Größe entwickelt hat.

4. Manager als Mini-Startups

Fest steht, dass ein lokales Management erfolgreicher als jede Geschäftsleitung aus der Ferne ist. Daher ist es ratsam, vor Ort einen Manager einzustellen, der das Business so leitet, als handele es sich dabei um sein eigenes kleines Startup. Das bedeutet, er leitet die Geschäftsstrategie, führt das Marketing an, veranstaltet Events und übernimmt die Übersetzungen wie auch Produktanpassungen für den jeweiligen Markt. Der Vorteil dieser lokalen Manager ist, dass sie das Unternehmen von Grund auf kennen. Sie vertreten es in aller Regel sehr viel erfolgreicher am Markt, als jemand von außerhalb dies könnte, da sie authentisch sind und neben dem Business auch die Region bestens kennen.

5. Technologie ist dein Freund und Helfer

In einem global agierenden Unternehmen ist Kommunikation essentiell. Zeitzonen fressen Ressourcen und Distanzen machen es schwer, die Unternehmenskultur in allen Büros einheitlich zu halten. Um auch diese Hürden zu meistern, braucht es Werkzeuge, die die Teams zusammenhalten. Dropbox, Slack, und Basecamp sind in der Startup-Szene allseits bekannt. Trello vereinfacht das internationale Projektmanagement und Blue Jeans sorgt für störungsfreie Videokonferenzen. Um die Flut an Daten und Informationen mit allen Kollegen zu teilen, eignen sich Atlassian Confluence, Geckoboard oder Google Docs. Smartling, eine Übersetzungsmanagement-Plattform, macht es möglich, Webseiten schnell in verschiedenen Sprachen auszurollen und die Kosten im Rahmen zu halten.

Eine Internationalisierung ist eine Herausforderung. Sie erfordert Durchhaltevermögen und Fokus. Wer jedoch mit Leidenschaft und einer guten Strategie an die Sache herangeht, wird nicht aufzuhalten sein und spannende Erfahrungen sammeln.

(Redaktion)


 


 

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