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WestLB-Mitarbeiter demonstrieren für Erhalt der Landesbank

(ddp-nrw). Hunderte Mitarbeiter der angeschlagenen Westdeutschen Landesbank (WestLB) haben am Dienstag in Düsseldorf demonstriert. Die Beschäftigten wollten mit der Aktion vor der Bankzentrale gegen den Rückzug des bisherigen WestLB-Vorstandschefs Heinz Hilgert protestieren, sagte die Gesamtbetriebsratsvorsitzende der WestLB, Doris Ludwig, auf ddp-Anfrage.

 Hilgert hatte sich am Montag mit sofortiger Wirkung zurückgezogen, da er sich nicht von allen Eigentümern ausreichend unterstützt sah. Interimschef der drittgrößten Landesbank ist nun WestLB-Vorstandsmitglied Dietrich Voigtländer. 

Der Rückzug von Hilgert habe bei den Mitarbeitern «das Fass zum Überlaufen gebracht», sagte Ludwig. Zahlreiche Beschäftigte seien ebenso wie Hilgert enttäuscht von den NRW-Sparkassenverbänden. Da diese anders als das Land bislang nicht zu weiteren Garantien für die Auslagerung von Geschäftsteilen bereit seien, stehe die Zukunft der Bank auf dem Spiel. Die insgesamt noch rund 5800 Mitarbeiter fordern laut Ludwig aber auch mehr Unterstützung vom Bund. Die Regierung solle nicht nur Privatbanken helfen, sondern auch einen Beitrag zur Neuordnung der Landesbanken leisten. Eine «Zerschlagung» der WestLB dürfe es nicht geben, forderte Ludwig.

Wegen der staatlichen Beihilfen für die WestLB hatte die EU-Kommission in der vergangenen Woche einen Teilverkauf der Landesbank angeordnet. Seit 2007 steckt die WestLB durch Fehlspekulationen und die Auswirkungen der Finanzkrise in Schwierigkeiten.

(ddp)


 


 

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