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ETL-Gruppe

Interview mit Franz-Josef Wernze, Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzender der ETL-Gruppe

Die ETL-Gruppe ist in Deutschland mit über 740 berufsrechtlich zugelassenen Kanzleien und weltweit in über 44 Ländern vertreten. Bundesweit ist ETL Marktführer im Bereich Steuerberatung und gehört mit einem Umsatz von über 600 Mio. Euro zu den Top Fünf der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften. Insgesamt betreuen bundesweit etwa 7.000 Mitarbeiter – darunter mehr als 1.400 Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater – über 150.000 Mandanten. Franz-Josef Wernze hat das Unternehmen vor über 40 Jahren gegründet. Aus kleinsten Anfängen und als ehemaliger Mitarbeiter des Finanzamtes hat er ETL bis heute zu einer konstant erfolgreichen Unternehmensgruppe gemacht.

business-on.de: Sie vertreten als ETL-Vorstand eine sehr leistungsstarke Unternehmensgruppe, wo liegt Ihr Fokus für die Zukunft?

Franz-Josef Wernze: Unser Ziel ist eine flächendeckende Betreuung und Beratung in Deutschland. Da sehen wir noch große Entwicklungsmöglichkeiten, bei 41.000 Steuerberatungsbüros in Deutschland bietet sich für uns ein großes Potential.

business-on.de: Wo liegt der Nutzen für den Kunden, Klient eines ETL-Partners zu sein?

Franz-Josef Wernze: Auch als Mandant einer kleineren ETL-Steuerbratungsgesellschaft steht dem Kunden das riesige Know-how der gesamten Gruppe zur Verfügung. Ihr Ansprechpartner kann jederzeit auf das Expertenwissen seiner ETL-Partner aus den Bereichen Steuern, Recht, Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung und Finanzen zurückgreifen. Leistungen also, die man meist nur bei den großen Steuerberater- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften abrufen kann. Unsere Kollegen können dies nicht nur zu besseren Konditionen umsetzen als andere Steuerberaterbüros. Auch, was das hochkarätige Steuer - und Wirtschaftsprüfungspotential anbelangt sowie das optimal abgestimmte Beratungs-Know-how, beispielsweise bei der Finanzberatung, speziellen Dienstleistungen, wie der Archivierung, bieten wir den Kunden ein Dienstleistungsprogamm an, das seinesgleichen sucht.

"Ein spezielles Branchenwissen bietet einen echten Mehrwert für den Mandanten"

business-on.de: Beraten Sie einen bevorzugten Kundenkreis?

Franz-Josef Wernze: Wir betreuen im Grunde genommen alle Branchen, sind besonders stark im Mittelstand. Ein weiterer Fokus liegt auf Start-up-Unternehmen, auch hier schätzt man unser breites Beratungs- und Dienstleistungs-Know-how. Jede Branche hat ihre individuellen Anforderungen. Ein spezielles Branchenwissen bietet einen echten Mehrwert für den Mandanten.

business-on.de: Wie sieht die Steuerberatung von morgen aus?

Franz-Josef Wernze: ETL beschäftigt sich sehr stark mit Zukunftsfragen, dazu sind wir im Interesse unserer Mandantschaft geradezu verpflichtet. Das Wesentliche wird sein, Dienstleistungen, die wir anbieten, zukunftsorientiert umzusetzen, was immer das auch sein wird. Das Profil des Steuerberaters wird sich auf jeden Fall verändern.

"Der Belegtourismus geht dem Ende entgegen"

business-on.de: Vor welchen Entwicklungen steht denn die Gesamtbranche der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer?

Franz-Josef Wernze: Der Belegtourismus geht dem Ende entgegen, große Umwälzungen in der Digitalisierung stehen in Deutschland bevor, Deutschland ist da gegenüber anderen Ländern in gewisser Weise noch rückständig. Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Steuerberater und Finanzamt geht mehr und mehr weg von der Papierwelt hin zur Cloud. ETL hat dies frühzeitig erkannt. Es bedeutet auch eine große Kostenersparnis für den Klienten. Zudem haben wir ein eigenes Softwarehaus, dessen Leistungen allen Kunden zur Verfügung stehen. Das Thema Steuervereinfachung, an dem man schon seit Jahren herumdoktert, wird ein weiteres großes Thema sein.

business-on.de: Was bewegt Sie neben den geschäftlichen Alltagsdingen?

Franz-Josef Wernze: Das ist ganz klar die „Verkammerung„ Deutschlands. Es gibt kaum ein Land in Europa, in dem die Steuerberatungsgesetze, was die Berufsausübung anbelangt, so stringent geregelt sind, wie noch in Deutschland, da sind andere Länder deutlich weiter. Das hat nach meiner Meinung beinahe verfassungswidrige Tendenzen. Die Frage des Berufsrechtes ist nicht im Sinne der Verbraucher geregelt. Deutschland ist eine Kammer- und Verbände-Republik. Das wird uns noch stark bremsen bei der europäischen Weiterentwicklung. Unternehmer wollen sich nicht mit einer stetig ändernden Steuergesetzgebung beschäftigen.

"Meine große Leidenschaft gehört dem Fußball"

business-on.de: Eine Frage zum Schluss zu Ihren gesellschaftlichen Engagements.

Franz-Josef Wernze: Sie wissen, meine große Leidenschaft gehört dem Fußball, da bin ich mit Herzblut dabei, um auch Traditionsvereinen, wie beispielsweise Viktoria Köln und Germania Windeck, bessere Perspektiven zu geben – aber auch die Kinderklinik Amsterdamer Straße in Köln liegt mir sehr am Herzen.

business-on.de: Wie sehen Sie die Entwicklung beim 1.FC Köln?

Franz-Josef Wernze: Die sehe ich, kurz gesagt, insgesamt auf einem sehr guten Weg. Er ist überall sehr professionell und wettbewerbsfähig aufgestellt.

business-on.de: Vielen Dank für das interessante und angenehme Gespräch, Herr Wernze.

Informationen unter www.etl.de

(Redaktion)


 


 

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