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Deutsche Exporte brechen zu Jahresbeginn deutlich ein

(ddp.djn). Die deutschen Exporte sind zum Jahresbeginn überraschend deutlich gesunken. Gegenüber Dezember gingen die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 6,3 Prozent auf 63,9 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Analysten und der Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA) sehen jedoch in dem Rückgang lediglich einen Ausreißer. Auf Jahressicht stiegen die Exporte um 0,2 Prozent.

BGA-Präsident Anton Börner glaubt trotz des verhaltenen Starts an eine Erholung. Allerdings sei die Situation der Unternehmen bei der Absicherung von Exportkrediten nach wie vor angespannt. Lösungen für diese Probleme sieht Börner in einer Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes und in einer Verlängerung der erweiterten Deckungsmöglichkeiten durch die staatliche Exportkreditversicherung.

Commerzbank-Volkswirt Simon Junker sagte, dass diese «überraschend schlechte Zahl» vom Januar wohl nicht das Ende der Erholung der Exporte markiere. Die weiter wachsende Weltwirtschaft und die sich bis zuletzt aufhellenden Exporterwartungen der Unternehmen deuteten darauf hin, dass in den kommenden Monaten die Exporte wieder zulegen werden.

Auch ING-Volkswirt Carsten Brzeski sieht in dem Exportrückgang einen Ausreißer. «Dieser Rückgang war der erste seit August 2009 und dürfte lediglich eine Korrektur darstellen», sagte er. Der starke Anstieg der Auftragseingänge sei ein gutes Vorzeichen für die Ausfuhrentwicklung in den kommenden Monaten. Als weitere Pluspunkte sieht Brzeski die noch zu erwartenden positiven Auswirkungen ausländischer Konjunkturprogramme sowie die Schwäche des Euro.

Im Januar wurde den Statistikern zufolge ein Handelsüberschuss von 8 Milliarden Euro erzielt, nach einem positiven Saldo von revidiert 13,4 Milliarden Euro im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten ein Plus von 15,5 Milliarden Euro erwartet.

Der Wert der Einfuhren lag im Januar den Angaben zufolge bei 56 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Rückgang um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, aber einem Anstieg von 6 Prozent zum Vormonat.

(ddp)


 


 

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