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Abmahnwelle

Fake-Abmahnung per Email: Betrüger springen auf die Abmahnwelle auf

Alles echt, bis auf die Email-Adresse. Kontaktdaten der Kanzlei Nümann+Lang in der Fake-Email.

Mittlerweile ist auch die Kanzlei Nümann+Lang auf den Sachverhalt aufmerksam geworden und warnt vor Fake-Emails:

“Gefälschte Email-Abmahnungen im Umlauf

Aktuell werden per Email vermeintliche Abmahnungen der Kanzlei NÜMANN+LANG versendet. Die Emails mit der Absenderadresse [email protected] stammen nicht von den Rechtsanwälten. Es handelt sich um einen Betrugsversuch ( Phishing ). Die Polizei ist bereits informiert.

In den Emails wird angeblich eine Abmahnung wegen Verletzung von Rechten der Firma Videorama GmbH aus Essen erteilt. Es wird zur Zahlung eines Betrages von 100 € über Paysafecard aufgefordert.

Wir empfehlen dringend, auf die Email nicht zu reagieren und keinerlei Zahlung zu leisten.

Eine Benachrichtigung der Kanzlei NÜMANN+LANG ist nicht erforderlich. Hier existiert weder ein entsprechender Vorgang noch sind hier Daten über die Empfänger der Email überhaupt bekannt. Das angegebene Aktenzeichen ist rein fiktiv. Ebenso fiktiv dürften die behaupteten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Essen gegen die Empfänger sein.

Geschädigte, die bereits Zahlung geleistet haben, sollten sich an die Polizei an ihrem Wohnort wenden.

Die Kanzlei NÜMANN+LANG versendet urheberrechtliche Abmahnungen normalerweise nicht per Email. Dies gilt insbesondere für Abmahnungen wegen Filesharing-Delikten. Eine Aufforderung zur Zahlung wird immer auf ein Anderkonto der Kanzlei erfolgen. Bezahlsysteme wie „Paysafecard” kommen nicht zum Einsatz. Die Firma Videorama GmbH wird nicht von NÜMANN+LANG vertreten.”

Quelle: http://nuemann-lang.de/index.php?option=com_content&task=view&id=40&Itemid=62

Zum Vergleich: Die echte Abmahnung der Kanzlei Nümann+Lang:

http://www.wbs-law.de/news/abmahnung-nuemann-lang-rechtsanwaelte/

Rechtsanwalt Christian Solmecke: Bleiben Sie weiterhin wachsam. Sollten Sie eine echte Abmahnung erhalten, empfehlen wir Ihnen wie folgt zu reagieren:

Unterschreiben Sie auf keinen Fall unüberlegt die beigefügte Unterlassungserklärung und senden Sie an die Kanzlei zurück. Es ergeben sich dann nämlich unter Umständen folgende Nachteile:

  •  Sie erkennen unter Umständen die Schuld an.
  • Sie erkennen die Kosten der Gegenseite an.
  • Sie sind 30 Jahre an die Erklärung gebunden, ohne dass etwaige Änderungen der Gesetzeslage oder Rechtsprechung berücksichtigt werden.
  • Häufig sind die Vertragsstrafen zu hoch angesetzt.

Andererseits sollten Sie auch keinesfalls den Kopf in den Sand stecken und nicht auf die Abmahnung reagieren!

Grundsätzlich sollte der Abgemahnte seiner Pflicht zur Abgabe einer Unterlassungserklärung nämlich nachkommen. Anderenfalls droht ein kostenaufwändiges Einstweiliges Verfügungsverfahren vor Gericht.

Dringend zu empfehlen ist daher die Abgabe einer sog. modifizierten Unterlassungserklärung, die den Unterlassungsanspruch der Gegenseite erledigt. Diese sollte so formuliert werden, so dass so wenig wie möglich aber soviel wie nötig zugestanden wird. Derartige modifizierte Unterlassungserklärungen werden von spezialisierten Rechtsanwälten formuliert.

(Christian Solmecke)


 


 

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