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Fehlt es IR-Managern an Kontakten in der Financial Community?

Exzellente Kontakte in die Financial Community machen für 68 Prozent der Manager in Unternehmensabteilungen für Investor Relations (IR) den größten Wert eines guten IR-Mitarbeiters aus. In der praktischen Arbeit spielen aber bislang andere Eigenschaften eine wichtige Rolle:

Weniger als 40 Prozent der IR-Experten benennen die eigenen Kontakte in die Finanzwelt als wichtige Eigenschaft. Auch in anderen Bereichen klaffen Unternehmensanspruch und IR-Praxis auseinander. Dies zeigt die aktuelle IR-Trendmonitor, für den CAT Consultants, die dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor 203 Fach - und Führungskräfte der IR-Branche befragt haben.

Als der neue Markt boomte war die Nachfrage an Experten für Investor Relations groß - so dass sich Anbieter auch ohne Wissen und Erfahrung auf dem Markt behaupten konnten. Heute verlangen Unternehmen dagegen viele professionelle Kompetenzen: an erster Stelle steht für 68 Prozent der Befragten ein dichtes Netzwerk von Kontakten. 50 Prozent fordern zudem fundierte Kenntnisse der gesetzlichen Grundlagen der Finanzmarktkommunikation. Dabei beschäftigen nur wenige Unternehmen ausgebildete Juristen in ihren IR-Abteilungen. An dritter Stelle steht mit 43 Prozent das betriebwirtschaftliche Know-How; entsprechned haben die meisten Mitarbeiter eine kaufmännische Qualifikation.

Anspruch und Praxis klaffen auseinander

Doch was für Unternehmen gut sein könnte, hat längst nicht jeder IR-Angestellte zu bieten: Kontakte zu Akteuren der Kapitalmärkte liegen im Ranking der Befragten nur auf dem vierten Platz. Stattdessen halten die Professionals strategisches Denken sowie Gesetzgebungs-Wissen oder Kentnisse der Betriebswirtschaft für besonders Wichtig. Ebenso spielen Stressresistenz und das Verhältnis zwischen IR-Abteilung und Geschäftsleitung nach Einschätzung der Angestellten eine wichtigere Rolle, als ihnen aus unternehmerischer Sicht beigemessen wird.

Eines muss ein IR-Experte aber nur selten sein: kreativ. Für gerade einmal drei Prozent der Befragten gilt Kreativität als eine wichtige Eigenschaft für den Unternehmenserfolg. Und nur knapp acht Prozent messen sich selbst diese Kompetenz zu. Gerät ein Unternehmen jedoch in die Krise, wird die unterschätzte Eigenschaft auf einmal wichtig: Die Mitarbeiter von Unternehmen, deren Kurs im Vorjahr um mehr als 20 Prozent gesunken ist, beurteilen "Kreativität" als wertvolle Stärke, die den Kursabfall auffangen könnte.

(k.olbrisch)


 


 

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