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EZB warnt vor schweren Kurskorrekturen an den Börsen

Der aktuelle Höhenflug des DAX veranlasst die EZB zu einer eindringlichen Warnung. Ein verantwortungsloses Spekulationsverhalten könne zu unkontrollierten Geldrückflüssen und schweren Kurskorrekturen führen. Experten sehen die Finanzstabilität durch Blasenbildung gefährdet.

Börsen auf dem Höchststand

Im heute veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht der Notenbank heißt es, dass Anleger auf der Jagd nach mehr Rendite einen ungeordneten Abbau „der jüngsten Kapitalflüsse auslösen“ könnten. Zuletzt verzeichneten die Börsenindizes vieler Nationen historische Höchststände. Der DAX kratzt bereits an der 10.000-Punkte-Marke. Experten erklärten, dass es bereits größere Spekulationsblasen im Handel mit Anleihen gebe. Wegen der niedrigen Zinsen der EZB sehen sich Investoren in zunehmendem Maße veranlasst, ihr Geld auf hochspekulativen Märkten anzulegen. Eine weitere Zinssenkung im Juni könne zu einem Heißlaufen der Finanzmärkte führen.

Sicherheit nur Schein?

Von den Spekulationsrisiken abgesehen schätzt die EZB das Finanzsystem der EU im Vergleich mit den Krisenzeiträumen stabil ein. Dies erklärten Vertreter der Notenbank bereits in ihrer Einschätzung vom letzten Finanzstabilitätsbereich. Man habe vor allem bei den großen Banken eine stärkere Bilanzkraft feststellen können. Hierfür seien nicht zuletzt die umfassenden Finanzprüfungen der EZB verantwortlich, die ab November die volle Aufsicht über alle Banken der 18 Euro-Nationen hat.

Währungshüter besorgt

Die Notenbanker zeigten sich dennoch über die kleinen Profite besorgt, die viele Banken abwerfen. Zudem seien in den Bilanzen vieler Institute noch toxische Kredite verborgen. In den letzten zweiten Quartalen 2013 hätten zudem viele Banken rote Zahlen geschrieben. Dies alles seien Risiken, die ein weiteres Absinken der Kreditwürdigkeit nach sich ziehen könnten. Auch die enge Verbindung der Staaten mit den Banken wurde im aktuellen Finanzstabilitätsbericht kritisch angemahnt. Sollte es zu einem großen Crash und einer damit verbundenen Wertsteigerung der Staatsanleihen kommen, würde das nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für die Staaten fatale Folgen haben. Entsprechend genau seien der Handelt mit Derivaten und die Schattenbanken im Auge zu behalten.

(Christian Weis)


 


 

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