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Vergleich im Prozess Mitec gegen Ford vorerst gescheitert

(ddp.djn). Im Zivilprozess um die Klage des Thüringer Automobilzulieferers Mitec gegen den US-Autokonzern Ford sind Vergleichsgespräche vorerst gescheitert. Ford bot am Donnerstag vor dem Landgericht Meiningen eine Zahlung von 880 000 Euro an, die Mitec-Vorstandschef Michael Militzer als «indiskutabel» zurückwies.

Die Firma aus Eisenach wirft dem US-Autohersteller vor, einen langfristigen Liefervertrag gebrochen zu haben. Dadurch soll Mitec ein Schaden von 19,5 Millionen Euro entstanden sein. Der Ford-Anwalt behauptete, die von Mitec vorgelegten Zahlen seien zu ungenau. Militzer will diese nun konkretisieren.

Ford sicherte zu, die neuen Angaben überprüfen zu wollen. Die Vergleichsverhandlungen könnten dann am 14. Januar 2010 fortgesetzt werden. Am 1. Oktober wird allerdings zunächst entscheiden, ob das Landgericht Meiningen oder sich ein US-Gericht weiter mit dem Fall beschäftigt.

Hintergrund der Klage ist ein gestoppter Liefervertrag über sogenannte Balancer-Getriebe, die von Mitec an Ford geliefert werden sollten. Eigenen Angaben zufolge hat Mitec vor drei Jahren bemerkt, dass Ford die von Mitec hergestellten Teile in Japan und Mexiko nach Originalplänen billiger nachbauen lasse.

Laut Militzer hatte Ford bereits zwei Jahre vor Vertragsablauf mitgeteilt, künftig keine Getriebe mehr von Mitec abzunehmen. Dies habe 2008 zu Verlusten beim Zulieferer geführt. Das mittelständische Unternehmen arbeitete seit 2001 mit dem US-Konzern zusammen und beschäftigt derzeit etwa 850 Mitarbeiter.

Um die Prozesskosten niedrig zu halten, wird vor dem Landgericht Meiningen zunächst nur über eine Schadenssumme von 500 000 Euro verhandelt. Nach Gerichtsangaben ist dies eine übliche Praxis. Die Entscheidung sei dann richtungsweisend für die GesamtForderung.

(ddp)


 


 

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