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Krankheit

Foto ist kein Beleg für vorgetäuschte Erkrankung

(ddp.djn). Arbeitgeber müssen den Verdacht auf eine nur vorgetäuschte Arbeitsunfähigkeit eines Beschäftigten belegen können. Ein Foto, auf dem ein krank geschriebener Arbeitnehmer in Arbeitskleidung zu sehen ist, reicht als Beweis jedenfalls nicht aus, wie das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (Urteil vom 15. Januar 2009, AZ: 10 Sa 552/08) entschied.

Im konkreten Fall verlangte ein Maurer von seinem früheren Arbeitgeber die ausstehende Entgeltfortzahlung für sieben krank heitstage. Dieser bestritt jedoch, dass der Kläger krank gewesen sei. Tatsächlich habe der Maurer trotz Krankschreibung auf einer anderen Baustelle gearbeitet. Als Beweis legte der Arbeitgeber ein Foto vor, dass den Kläger in «offensichtlich» verschmutzter Kleidung und mit einem Rucksack zeige.

Weder die Richter am Arbeitsgericht noch am Landesarbeitsgericht ließen sich von dem Bild überzeugen. Der Arbeitnehmer habe die Arbeitsunfähigkeit durch ärztliche Atteste lückenlos nachgewiesen. Zwar zeige das vom Arbeitgeber während der Arbeitsunfähigkeit aufgenommene Foto den Kläger mit einer «schmutzig wirkenden» Hose. Daraus könne jedoch nicht der Schluss gezogen werden, dass der Arbeitnehmer trotz Krankschreibung gearbeitet habe. Es spreche auch nicht gegen eine Arbeitsunfähigkeit, wenn ein Arbeitnehmer das Haus verlasse.

(ddp)


 


 

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1 Kommentar

von Wenzel-Detektiv-Team
15.06.09 11:06 Uhr
Lieber gleich zum Profi gehen!

Der geschilderte Fall zeigt, dass man als Arbeitgeber unbedingt die Hilöfe und Unterstützung einer renommierten detektei in Anspruch nehmen sollte.Der Profi weiß, dass Fotos "von schmutziger Kleidung" vor Gericht nicht ausreichend sind.
Vielmehr muß die Zielperson bei der Ausübung krankheitswidriger Tätigkeiten gesehen und fotografisch oder via Video dokumentiert werden.
Ausserdem sollten diese Aktivitäten zeugenschaftlich durch die Detektive an Eides statt erklärt werden.
Zu guter Letzt sollten nach der Observation noch verdeckte Ermittlungen bei evtl. vorhandenen Schwarzarbeiter-Kollegen oder gar bei dem Bauherrn erfolgen, die die gewonnenen Erkenntnisse der Detektive bestätigen.Dann ist die Sache "wasserdicht".Wichtig: Der Arbeitnehmer kann vom Arbeitnehmer unter Regress genommen werden, d.h. Detektivkosten sind erstattungsfähig!
Detektei Wenzel Köln

 

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