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Fotografie

Das Gespür für den richtigen Augen-Blick - Fotografen im Rhein-Erft-Kreis

Die Idee entsteht im Kopf - Klaus Erich Haun

Das Pfarrhaus in Erftstadt Niederberg liegt idyllisch mitten im Ort. Hier leben Klaus Erich Haun und seine Frau seit gut einem Jahr. Hier hat er sein Atelier und sein Büro eingerichtet. Haun arbeitet in den Bereichen der Industrie- und Werbefotografie sowie im Fotojournalismus. Zunächst hat er Fotoingenieurwesen in Köln studiert. Dann hat er während der Zivildienstzeit Videoarbeiten gemacht. Schließlich hat Haun als Reproduktionsfotograf sein Geld verdient. „Da habe ich halbtags gearbeitet, um auch Zeit für meine künstlerische Seite zu haben“, sagt er.

Durch den technischen Umbruch und die Digitalisierung hat sich Haus als Sachfotograf spezialisiert. Seit 1986 ist er Selbstständig . „Bilder können sprechen und sie sagen mehr als Worte“, dies gelte auch für die Industriefotografie. Wie stelle man ein Formdrehteil für die Ariane Rakete dar, wie lichtet man eine simple Therme ab oder wie bekomme ich Bewegung in ein eigentlich statisches Bild. „Es gibt Fotos die sind im Kopf schon fertig, andere dauern Tage bis sie umgesetzt sind“, erklärt Haun. Aber das sei ja gerade der Reiz seiner Arbeit. Während bei der Sportfotografie es nur einen bestimmten Moment gibt, kann man die Produkte gut inszenieren. So wird z. B. eine einfache Dose arrangiert und die Kamera fährt millimetergenau auf das Objekt zu. Ein Druck auf den Auslöser und das Bild erscheint gleich auf dem Computerbildschirm.

„Dank der heutigen Technik lässt sich vieles einfacher und vor allem schneller verwirklichen“, sagt Klaus Erich Haun. Früher habe er erst ein Polaroid geschossen und es dem Auftraggeber geschickt. Nach dem man sich einig war, wurde das eigentliche Foto gemacht, schließlich entwickelt und dann erneut dem Kunden vorgelegt. Dank der digitalen Technik fallen viele Arbeitsschritte weg, und der Kunde kann das Ergebnis viel früher begutachten. „Wichtig ist es mir, dass der Kunde von Anfang an dabei ist“, so Haun.

Dabei ist seine Fotografie auch mal eine Täuschung fürs Auge. Manche Bilder setzen sich wie ein Puzzle aus mehreren Aufnahmen zusammen. Für einen anderen Auftrag muss eine ganz bestimmte Szenerie geschaffen werden. So baute er in seinem Atelier ein Museum für Brillen. Von der Stadt Leverkusen hat er einen ganz besonderen Auftrag erhalten. Haun hat die soziale Arbeit in der Stadt dokumentiert, hier war er ganz nah an den Menschen dran. Auch in seiner Freizeit legt der Erftstädter die Kamera nur selten aus der Hand. Dann verschreibt er sich der Naturfotografie. „Allerdings möchte ich hier einen anderen Weg gehen, einfach die Details zeigen“. Haun geht bei dieser Art der Fotografie ganz nah ran, reduziert und lässt weg, aber manipuliert nicht. So entstehen ganz neue Ansichten von Rosenblättern oder Blütenstempel. „Fotografie ist mein Leben und hier kann ich mich in gewisser Weise ausdrücken“. 

Nicht nur ein Foto, sondern ein Erlebnis – Michael Belz

Die Fotografie unterliegt einem ständigen Wandel. Berufsfotografen müssen sich auf immer neue Techniken einstellen, aber auch auf den veränderten Geschmack der Kunden. Vor 20 Jahren hat Michael Belz in Brühl die FotoWerkstatt gegründet, ein privatwirtschaftliches Weiterbildungszentrum für Fotografie. Mittlerweile bietet das Institut jährlich rund 40 Veranstaltungen an, die von rund 1000 interessierten Fotografinnen und Fotografen besucht werden. „Wir sind damit der größte private Anbieter für Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung in der professionellen Fotografie in Deutschland“, sagt Michael Belz nicht ohne Stolz.

Angefangen hat Belz in einem Fotostudio in Brühl, hier hat er seine Ausbildung gemacht. „Ich habe dort umfassend die Portrait-Fotografie erlernt“. Diese gemachten Erfahrungen wollte er anderen Fotografen weitergeben und so gründete er sein eigenes Unternehmen. Ziel der FotoWerkstatt ist es, ein Dienstleistungsangebot zu schaffen, das den Bedürfnissen und Wünschen der Berufsfotografen bei ihrer täglichen Arbeit entspricht.

„Die Berufsfotografen müssen heute mehr und intensiver arbeiten“, weiß Belz. Alleine die Nachbearbeitung kostet mittlerweile viel Zeit. Und die Investitionskosten sind wesentlich höher als noch vor 20 Jahren. Alleine für die Anschaffung von Rechnern, der Software, entsprechender Kameras und der Geräte im Druckbereich kommen schon hohe Summen zusammen. Hinzu komme der große Konkurrenzdruck, sowohl unter den Profifotografen selbst, als auch im privaten Bereich. Es werde dank der digitalen Technik soviel fotografiert wie nie. Trotzdem gibt es nach wie vor einen interessanten Markt in Deutschland für Profifotografen. „Professionell gemachte Bewerbungsbilder, ich nenne sie lieber Businessportraits, sind wichtiger denn je“, sagt Belz. Aber auch bei Familien- und Babyfotos, bei Glamourbildern und erotischen Aufnahmen gibt es eine rege Nachfrage. Im Trend liege aber vor allem Hochzeitsfotografie, meint Belz. In Deutschland werden nach Schätzungen 50 bis 60 Millionen Euro pro Jahr ausgegeben.

Das Spektrum der Seminarangebote ist breit gefächert. Der Schwerpunkt liegt bei der Fotowerkstatt jedoch in der professionellen, kommerziellen Porträtfotografie. Darüber hinaus werden auch Kurse für die Bereiche digitale Bildbearbeitung, Make-up und Marketing angeboten. Die Seminare finden in den eigenen, mit modernster Technik ausgerüsteten Räumen in Brühl statt, sowie bundesweit und im benachbarten Ausland. „Wir organisieren dann alles rund um das Seminar, von der Hotelunterbringung, über die Referenten und Models, bis hin zur Visagistin“, erklärt Belz sein Rezept. Hochgerechnet haben rund 25.000 Teilnehmer die Seminare der Fotowerkstatt in Brühl in den vergangenen 20 Jahren genutzt. 

Mit freundlicher Unterstützung der Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH

(Redaktion)


 


 

Ute Prang
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