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Die Besonderheiten des Master Franchisings

Viele große Franchise-Ketten agieren nicht nur auf ihrem Heimatmarkt, sondern international. Unternehmen wie McDonalds, Coca Cola und Ibis sind sehr gute Beispiele dafür, wie man mit einem Franchising-Konzept auch über Ländergrenzen hinweg erfolgreich sein kann. Anders als beim nationalen Franchising geht die Lizenz hier allerdings nicht direkt vom Mutterunternehmen an die einzelnen Franchisenehmer. Es wird ein sogenannter Master-Franchisenehmer zwischengeschaltet.

So funktioniert Master Franchising

Master Franchising ist ein international orientiertes Verkaufs- und Vertriebskonzept, das sich aus drei Parteien zusammensetzt, dem Masterfranchisegeber, dem Masterfranchisenehmer und dem Sub-Franchisenehmer. Bei diesem Konzept übergibt das Mutterunternehmen einem Masterfranchisenehmer die Verantwortung für die Verbreitung des Systems in einer großen Region oder einem ganzen Land. Er erwirbt die entsprechende Lizenz und ist fortan berechtigt, seinerseits Lizenzen an Sub-Franchisenehmer zu verkaufen. Ehe es an die Weitergabe des Systemkonzepts geht, stimmt er es auf die nationalen Besonderheiten des neuen Standorts ab.

Die Position des Masterfranchisenehmers

Der Masterfranchisenehmer übernimmt zwei verschiedene Funktionen. Gegenüber dem Mutterkonzern ist er Franchisenehmer. Er erwirbt das Recht, Marken, Geschmacksmuster, Arbeitsabläufe etc. zu übernehmen. Darüber hinaus ist er zur Entwicklung eines nationalen Vertriebskonzepts, einer Verwaltung und eines Schulungssystems verpflichtet. Auf nationaler Ebene übernimmt er fortan die Funktion eines Franchisegebers. Er verkauft Lizenzen und stellt den Sub-Franchisenehmern alle relevanten Schutzrechte, Informationen und Produkte zur Verfügung. Weiterhin überwacht er die Durchsetzung des Systemkonzepts in den einzelnen Standorten.

Die Vorteile des Masterfranchisegebers

Das Mutterunternehmen kann mit verhältnismäßig geringem Aufwand in neue Vertriebsgebiete expandieren. Die Kosten für den Aufbau des Betriebs verbleiben beim Masterfranchisenehmer. Weiterhin minimieren sich der Arbeitsaufwand und das unternehmerische Risiko. Der Masterfranchisenehmer handelt autonom. Ein weiterer Vorteil besteht in der Flexibilität. Der Masterfranchisenehmer ist in der Regel jemand, der das Land gut kennt. Er kann das System auf kultureller, wirtschaftlicher und rechtlicher Ebene sehr leicht an die regionalen Besonderheiten anpassen.

Die Nachteile des Masterfranchisegebers

Da die Aufbauphase mit verhältnismäßig geringem Aufwand verläuft, fallen die Gebühren für den Masterfranchisegeber geringer aus. Seine Einflussmöglichkeiten halten sich überdies in Grenzen. Er hat keinerlei rechtliche Bindung mit dem Franchisenehmer. Weiterhin besteht immer die Gefahr eines Imageverlusts. Wenn sich die Zusammenarbeit nicht so erfolgreich gestaltet wie erwartet, kann das schlechte Bild eines nationalen Ablegers sich negativ auf das Bild des internationalen Konzerns auswirken. Die Auswahl des passenden Masterfranchisenehmers ist entsprechend wichtig.

(Christian Weis)


 


 

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