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Franchise

Von erprobten Geschäftsideen profitieren

Noch vor ein paar Jahren galt Franchise für viele allenfalls als gutes Rezept, um Hamburger und Fritten zu verkaufen. Diese Einschätzung ist inzwischen überholt. Franchise hat seine Feuertaufe auch in unzähligen anderen Branchen bestanden. Weltweit gibt es heute rund 18.000 Franchisesysteme.

Selbstständig machen mit drastisch reduziertem Risiko. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Es funktioniert aber fast immer – per Franchise. Um vom Erfolg der erprobten Geschäftsidee profitieren zu können, erhalten Franchisenehmer vom Franchisegeber ein umfangreiches, vielfach erprobtes Leistungspaket. Dazu gehören zum Beispiel neben dem Geschäftskonzept mit Schutzrechten, Einkaufsvorteile, Schulungen, Dienstleistungen sowie professionelle Unterstützung in den Bereichen Marketing, PR und Betriebswirtschaft. Diese Leistungen gibt es natürlich nicht umsonst. Franchisenehmer müssen in den meisten Fällen eine einmalige Einstiegsgebühr sowie eine umsatzabhängige Franchisegebühr zahlen. Zusätzlich erheben viele Unternehmen von ihren Franchisenehmern eine Werbekostenumlage. Vertrauenswürdige Franchisegeber lassen es nicht dabei bewenden, ihren Vertriebspartnern nur den Start zu erleichtern. Sie übernehmen die kontinuierliche Weiterentwicklung, Vermarktung und Kontrolle des Betriebskonzeptes und den so wichtigen Wissenstransfer. Der Partner kann sich deshalb ganz auf den Vertrieb und seine Kunden konzentrieren. Kein Wunder, dass die Quote gescheiterter Franchisenehmer wesentlich geringer ist, als bei traditionellen Gründern.

Deutsche Franchisewirtschaft weiterhin auf stabilem Erfolgskurs

Mit einem Umsatz von nahezu 63 Milliarden Euro und fast 77.000 Franchisenehmern setzte die deutsche Franchisewirtschaft im Jahr 2013 ihre positive Entwicklung fort. Dabei blieb die Zahl der Franchisegeber mit 985 fast auf Vorjahresniveau. Diese Entwicklung spiegelt sich auch beim Umsatz wider, der von 61,2 Milliarden Euro leicht auf 62,8 Milliarden Euro stieg. Die Zahl der Franchisenehmer legte 2013 um fünf Prozent auf rund 76.600 zu. Insgesamt blieb die deutsche Franchisewirtschaft stabil. Die Entwicklungsgeschwindigkeit verlangsamte sich jedoch gegenüber den Vorjahren leicht. Die Gründe für diese Veränderung nennt Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbandes e.V. (DFV). „Für viele Franchisesysteme gestaltet es sich schwierig, geeignete Franchisepartner zu finden. Die gute Beschäftigungslage in Deutschland hat offenbar dazu geführt, dass viele Menschen einen Arbeitsplatz in Festanstellung einer Selbstständigkeit durch Unternehmensführung vorziehen. Zusätzlich konkurrieren einige Franchisegeber untereinander um die besten Franchisenehmer.“ Die Zeiten für alle, die Interesse an einer Selbstständigkeit haben und trotzdem die Sicherheit einer renommierten Marke schätzen, sind also sehr gut.

Der Dienstleistungssektor ist der mit Abstand größte Bereich innerhalb der Franchisewirtschaft.

Die meisten Chancen für den Einstieg als Franchisenehmer bietet der Dienstleistungsbereich. Dieser Sektor bleibt mit 45 Prozent der mit Abstand größte Bereich innerhalb der deutschen Franchisewirtschaft. Als nächstes folgen der Handel mit 25 Prozent sowie Hotel/Gastronomie mit 18 Prozent und das Handwerk mit knapp zwölf Prozent.

Franchise als Option für bestehende Unternehmen

„Franchise kann auch für bestehende Unternehmen eine Option sein – und das auf vielfältige Art und Weise“, berichtet Steffen Kessler, Geschäftsführer des FranchisePORTALS. Das Informationsangebot des führenden Internetportals der deutschsprachigen Franchisewirtschaft umfasst unter anderem eine Virtuelle Franchise-Messe mit rund 300 Ausstellern, Nachrichten aus der Franchisewirtschaft, Live-Chats mit Franchise- Experten und die Wissensvermittlung zum Thema Franchise. Kessler begründet seine Meinung mit den Erfahrungen, die wohl jeder Unternehmer kennt: „Wer selbstständig ist, weiß auch, dass es manchmal Engpässe geben kann – beispielsweise saisonbedingt. Ein „zweites Standbein“ kann helfen, diese finanziellen Defizite auszugleichen. Auch ungenutzte Flächen und ergänzende Angebote lassen sich in bare Münze wandeln.

Ein paar Beispiele: Warum sollte eine Gärtnerei als „zweites Standbein“ nicht auch die professionelle Pflege von Steinflächen rund ums Haus, ein Fotostudio nicht auch attraktive Luftaufnahmen via ferngesteuerter Drohnen machen? Warum sollte ein Restaurant nicht einen Regenschirmautomaten für seine Gäste installieren oder eine Tankstelle mit Stellflächen Anhänger zur Vermietung anbieten? Die Möglichkeiten, mit dem Anschluss an ein Franchisesystem – ohne zu großen Zeitaufwand und mit überschaubaren Kosten – zu verdienen, sind vielfältig. Ein Blick in die Mitgliederliste des DFV gibt einen ersten Überblick über mögliche Zusatzeinnahmen.

Ein „zweites Standbein“ kann vielen Unternehmern helfen, finanzielle Engpässe mit Erfolg auszugleichen.

Die Deutsche Franchisewirtschaft in Zahlen
-2003 2013Wachstum
Mitarbeiter 390.000525.30035 %
Franchisenehmer 43.00076.50078 %
Franchisegeber 830994 20 %
Umsatz (Mrd. Euro)2562,8 151,20 %

Quelle: DFV

Mit dem eigenen Unternehmen Franchisenehmer werden

Interessant kann es auch sein, sich mit dem eigenen Unternehmen einem Franchisegeber anzuschließen. Denn es gibt immer mehr Branchen, in denen sich Einzelkämpfer schwer tun. Durch den Verbund und die Unterstützung eines bekannten Partners können diese Unternehmer wettbewerbsfähig bleiben. Vor allem in der Immobilien- und Hotellerie-Branche kann sich der Einstieg in ein „neues Leben“ als Franchisenehmer lohnen. Viele Unternehmer, die sich einem Franchisesystem angeschlossen haben, loben den ständigen Austausch mit Gleichgesinnten, die häufigen Innovationen, das professionelle Marketing der Gruppe und die starken Vorteile im Einkauf. Achtung: Auch wenn das Franchisekonzept überaus attraktiv klingt, müssen Interessenten den Vertrag unbedingt von einem spezialisierten Franchiseanwalt prüfen lassen.

Deutschlands größte Franchisegeber:
Renommierte Unternehmen setzen auf Franchise und erschließen ihren Franchisenehmern damit, überdurchschnittliche Umsatz- und Ertragspotenziale. Zu diesen Franchisegebern gehören beispielsweise Apollo (Optik), Burger King, Foto Quelle, Fressnapf, Kamps, McDonald’s, Studienkreis (Nachhilfe), Sunpoint (Sonnenstudios) und TUI/First Reisebüros.

(Redaktion)


 


 

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