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Verdi-Chef Bsirske warnt vor Insolvenzwelle

(ddp). Nach Einschätzung von ver.di-Chef Frank Bsirske ist die Wirtschaftskrise in breiten Teilen der Bevölkerung noch immer nicht richtig angekommen. «Die Tiefe der Zäsur haben die Menschen noch nicht vollzogen. Die Stimmung ist besser als die Lage», sagte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft dem «Tagesspiegel» (Freitagausgabe).

Er selbst habe Hinweise, etwa aus der Elektroindustrie, auf eine «Insolvenzwelle» sowie Massenentlassungen nach der Bundestagswahl. Frank Bsirske bekräftigte deshalb die Forderung nach einem weiteren Konjunkturpaket im Volumen von 100 Milliarden Euro, das in den kommenden drei Jahren für eine «sozialökologische Erneuerung» eingesetzt werden solle.

Gleichzeitig warnte der Gewerkschaftschef vor einem zu schnellen Einschwenken auf einen Konsolidierungskurs. Erste leichte Aufschwungssignale hierzulande dürften nicht überschätzt werden. «Wir wissen aus früheren Krisen, es hat immer wieder vorübergehend eine Erholung gegeben, doch die Krise verstetigte sich», sagte er. Problematisch sei etwa die immer restriktiver werdende Kreditvergabe der Banken, «die sich auf eine zweite Abschreibungswelle wegen ausfallender Konsumentenkredite einstellen».

(ddp)


 


 

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