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  • 06.04.2006,
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  • Köln

Fritz Schramma für mehr 'Leuchttürme' in den Regionalmedien

Interview mit Kölns OB Fritz Schramma: Die Umsetzung vom "Leitbild Köln 2020" hat Fritz Schramma, Oberbürgermeister der Stadt Köln, zur Chefsache erklärt. Um allerdings die hoch gesteckten Ziele zu erreichen, ist breite Unterstützung erforderlich. Auch von Seiten der regionalen Medien, indem sie die 'Leuchttürme', sprich Stärken der Region bekannter machen, so Fritz Schramma im Interview zu Business On. Ein Ziel im Leitbild ist beispielsweise, den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ganz entscheidend zu fördern und zu nutzen.

business-on.de: Herr Schramma, mit Ihrer Initiative wurde in 2004 die Kölner Wissenschaftsrunde offiziell konstituiert. Sie ist Teil der im "Leitbild Köln 2020" formulierten Ziele, bei denen die Förderung der Wissenschaft eine zentrale Rolle spielt. Die Runde setzt sich aus Vertretern der Kölner Hochschul- und Forschungseinrichtungen, der Stadt Köln und der IHK zu Köln zusammen. Eine der ersten Aufgaben war, eine Konzeption für die „Stadt der Wissenschaft“ zu entwickeln. Gibt es bereits Ergebnisse?

Fritz Schramma: Köln ist eine Stadt der Wissenschaft. Von der Universität zu Köln über das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bis zur Kunsthochschule für Medien hat Köln ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Einrichtungen, die international höchste Reputation genießen. In einer facettenreichen Stadt wie Köln findet das aber manchmal zu wenig Beachtung. Die Kölner Wissenschaftsrunde hat sich gegründet mit dem Ziel, wissenschaftliche Leistungen aus Köln stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern. Ein gutes Beispiel für das Wirken ist das Kölner Wissenschaftsportal im Internet. Unter der Adresse www.wissensdurst-koeln.de werden nicht nur die zehn Kölner Hochschulen und vier Forschungseinrichtungen vorgestellt, das Portal weist auch auf öffentliche Veranstaltungen hin, die Wissenschaft "zum Anfassen" bieten.

Eine zweite Komponente des Portals ist eine Wissenschaftsdatenbank, die die Kontaktaufnahme zwischen Wissenschaftlern und Unternehmen erleichtert. Forschungskompetenz und hervorragend ausgebildete Arbeitskräfte sind zunehmend wichtige Faktoren auch für den Wirtschaftsstandort Köln.

business-on.de: Vor kurzem eröffneten Sie das erste Symposium der Kölner Wissenschaftsrunde mit dem Thema: „Der (aus)gebildete Mensch der Zukunft“. Welche Ergebnisse liegen Ihnen persönlich am Herzen?

Fritz Schramma: Bildung und Wissen sind starke Ressourcen unseres Landes und besonders unserer Region im zunehmenden Globalisierungswettbewerb. Der ausgebildete Mensch der Zukunft muss über sehr gute Fachkenntnisse in seinem zukünftigen Arbeitsgebiet verfügen. Bei aller erforderlichen Spezialisierung ist jedoch ein solides breites Fundament die Voraussetzung, um sich immer wieder neu spezialisieren zu können. Das bedeutet, dass auch während der Ausbildung der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus wichtig für die Qualifizierung und die eigene Persön-lichkeitsbildung ist. Das war auch ein Ergebnis des Symposiums in der Universität zu Köln. Auf der anderen Seite müssen Unternehmen ihre Wünsche und Anforderungen an zukünftige Mitarbeiter klar formulieren und dies mit den Lehrenden austauschen. Das passiert mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammer auch in der Kölner Wissenschaftsrunde. Während des Symposiums zeigte sich der Wissenschafts- und Innovationsminister des Landes NRW, Herr Prof. Pinkwart, von den gemeinsamen Aktivitäten hier in Köln sehr beeindruckt.

business-on.de: Als Ziel nannten Sie in Ihrer Begrüßungsrede, "die Kölner Region als Innovations-Lokomotive in NRW auszubauen". Welchen Beitrag können aus Ihrer Sicht die regionalen Medien dazu leisten?

Fritz Schramma: Die Kölner Region hat riesige Innovationspotenziale in den verschiedensten Wirtschaftsbereichen und die notwendigen Kompetenzen in Forschung und Wissenschaft, um diese Schätze zu heben. Oftmals finden diese 'idealen' Partner aber nicht zueinander, weil sie sich nicht kennen. Die regionalen Medien können dazu beitragen, dass die 'Leuchttürme' in unserer Region bekannter werden. Dabei kann Wissenschaft und Forschung spannend und unterhaltsam sein. Ein gutes Beispiel ist die Broschüre 'Kölner Wissensdurst'. In ihr wird der Leser auf eine interessan-te Entdeckungstour in die Wissenschaft und Forschung in der Domstadt mit vielen Beispielen und aktuellen Geschichten eingeladen.

Dabei wird auch deutlich, dass es neben der großen Universität auch weitere spannende Orte des Forschens und Wissens in Köln gibt. Dazu zählen auch junge und innovative Einrichtungen wie zum Beispiel die Europa Fachhochschule Fresenius im MediaPark.

business-on.de: Vielen Dank Herr Schramma.

(Karin Bäck)


 


 

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