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Hochsaison Karneval

Fünfte Jahreszeit beschert Hochburgen Milliarden-Umsätze

„D’r Zoch kütt” – Der Zug kommt: Mit dem Ausruf am Rosenmontag erreicht die Karnevalssaison 2006/2007 für Millionen Jecken und Besucher am 19. Februar ihren diesjährigen Höhepunkt. In Hochburgen wie Köln, Düsseldorf und Mainz macht die lokale Wirtschaft hohe Millionenumsätze. Doch die fünfte Jahreszeit bringt nur punktuellen Umsatzboom, berichtet die Dresdner Bank auf Basis von Marktschätzungen. So zählen Spielzeug- und Süßwarenindustrie zu den Gewinnern. Getränkewirtschaft, Hotel- und Gaststättenverbände melden dagegen keine „flächendeckende” Umsatzfreude.

Die Schätzungen zu den bundesweiten Faschingsumsätzen schwanken zwischen drei bis fünf Milliarden Euro jährlich. Volker Wagner vom Bund Deutscher Karnevalisten (BDK): „Genaues lässt sich kaum ermitteln.” Zu weit verzweigt und unterschiedlich sei das närrische Treiben der 4.800 BDK-Vereine mit rund 2,5 Millionen Mitgliedern. Hinzu kommen Hundertausende nicht organisierter Jecken und Touristen. Bis zu 50.000 feste und vorübergehende Jobs hängen Schätzungen zufolge vom Karneval ab.

Gute Geschäfte macht vor allem die Spielwarenindustrie: Rund 290 Millionen Euro setzten die Markenartikler in der „Fachgruppe Karneval” des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie 2005/2006 um plus fünf Prozent zum Vorjahr. Verkauft wurden drei Millionen Kostüme, 900.000 Perücken, 500.000 Masken, zwei Millionen Hüte, sechs Millionen Schminksets und vier Millionen sonstige Dekorationsgegenstände. Auch wenn der diesjährige Karneval acht Tage kürzer ist als im Vorjahr, sagt Dieter Tschorn vom Spielwarenverband: „Die Hersteller erwarten ein leichtes Umsatz-Plus.”

Für die Süßwarenbranche sind Rosenmontagsumzüge buchstäblich die Sahnehäubchen der Saison: Alleine Köln benötigt rund 150 Tonnen Süßwaren als Wurfmaterial („Kamelle”) für rund 1,4 Millionen Rosenmontags-Besucher. In Düsseldorf und Mainz sollen es immerhin noch je 60 Tonnen Süßigkeiten sein, in Braunschweig 50, in Frankfurt am Main 40 und in Cottbus 15.

Köln: 330 Millionen Euro Umsatz

Für Nordrhein-Westfalen wir mit 2,2 Milliarden Euro vom größten Umsatz ausgegangen – angeführt von Köln. Jedoch: „Die Länge der Session und das Wetter haben nicht unbedeutende Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Folgen”, so Olaf Pohl von KölnTourismus . Umsatzzahlen bleiben immer durchschnittliche Schätzgrößen. Laut einer Hochrechnung der IHK Köln aus dem Jahr 2002 erzielt die Wirtschaft in der Rheinmetropole Mehrverkäufe von rund 330 Millionen Euro. Im Jahresschnitt sollen etwa 4.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Karneval abhängen.


 


 

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