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Funktechnologie wird auch für mittelständische Unternehmen interessant

Die Funktechnologie RFID (Radio Frequency Identification) wird für mittelständische Unternehmen zum wichtigen Thema. Firmen sollten sich deshalb jetzt über Technik und Einsatzmöglichkeiten informieren. Darauf weist die nordrhein-westfälische Landesinitiative „secure-it.nrw“ hin, die bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg angesiedelt ist.

Für Firmen stecken in der Funktechnik RFID viele neue Anwendungsmöglichkeiten: Hersteller optimieren durch das Anbringen kleiner Chips (Transponder oder Tags genannt) an ihren Produkten das Warenmanagement, Verwaltungen verstärken mit Chipkarten die Zutrittskontrolle, Händler schützen ihre Waren besser vor Diebstahl.

 

Im Jahr 2005 wurden weltweit 600 Millionen RFID-Tags verkauft. Für das Jahr 2006 rechnen Marktforscher bereits mit der doppelten Menge.

 

 

„Jetzt wird RFID auch für viele kleine und mittlere Unternehmen zum wichtigen Thema“, prognostiziert Thomas Faber, Leiter der vom nordrhein-westfälischen Innovationsministerium getragenen Landesinitiative „secure-it.nrw“. Er rät Firmen deshalb, die weiteren Entwicklungen gezielt zu beobachten. Aktuelle Trends sieht Faber in neuen Standardlösungen, billigeren Chips und Komplettpaketen bei der Installation.

Unternehmen sollten gezielt beobachten, welche Standart sich durchsetzen

„RFID-Anwendungen sind noch weitgehend Einzellösungen. Experten arbeiten an einer Standardisierung der Schnittstellen zwischen Transponder sowie Schreib- und Lesegeräten. Microsoft entwickelt derzeit eine kostengünstige Standardsoftware für die Anbindung an Liefer- und Wirtschaftssysteme.“ Unternehmen sollten wenn möglich abwarten, welcher Standard sich durchsetze.

Die Transponderpreise liegen zur Zeit zwischen wenigen Cent und mehreren Euro pro Stück – je nach Speicher und Rechenkapazität. Die Stadtbücherei Sankt Augustin hat, laut Faber, die Ausleihe mit 55.000 Büchern auf RFID umgestellt. Marktforscher rechnen damit, dass RFID-Transponder aufgrund des Preisverfalls bis 2010 für den Massenmarkt attraktiv sind. In der Entwicklung sind auf Kunststofffolien aufgedruckte Billig-Funkchips. Systemhäuser und Elektronikhersteller verkaufen in aller Regel vollständige Systemlösungen. Sie sind meistens auf bestimmte Branchen und Einsatzgebiete spezialisiert. Zudem können Firmen neuerdings RFID-Services nach Bedarf mieten. „Die „Alles aus einer Hand“-Lösung ist vor allem mittelständischen Unternehmen zu empfehlen“, so Faber.

Die Landesinitiative „secure-it.nrw“ wird vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen getragen. Sie hat die Aufgabe, das Innovationspotenzial in Nordrhein-Westfalen auf dem Gebiet der sicheren Informationstechnologie (IT) zu aktivieren und die Basis für den Markterfolg solcher Innovationen zu schaffen.

Ansprechpartner ist Thomas Faber, Agentur „secure-it.nrw“ bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg, E-Mail [email protected].

(k.olbrisch)


 


 

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