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Geldpolitik

Kommt bald ein Negativzins von der EZB?

Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg zieht die EZB einen negativen Einlagesatz von -0,1 % in Erwägung. Effektiv ein Strafzins für Banken. Die EZB will nicht kommentieren, doch auf dem Markt wird man nun nervös.

Die Indikatoren verdichten sich

Es wäre das erste Mal in ihrer Geschichte, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlageneinsatz in den Negativbereich steuert. Derzeit liegt dieser noch bei 0,0 Prozent. Für die Banken wäre eine weitere Senkung de facto ein Strafzins, denn viele von ihnen parken derzeit lieber ihr Geld bei der EZB als Kredite zu vergeben. Schon im November hatte die EZB den Leitzins auf ein historisches Tief von 0,25 % gesenkt, im Laufe des Dezember wird wieder über die Zinsen entschieden. Theoretisch würde ein Negativzins den Kreditfluss beleben, doch scheiterte erst in den letzten Jahren die dänische Zentralbank mit solch einem Plan.

„Alle Instrumente liegen auf dem Tisch“

Noch am Dienstag hatte der EZB-Direktor Jörg Asmussen betont, dass die EZB negative Zinsen grundsätzlich als eine Option betrachte. EZB-Chef Mario Draghi erklärte, technisch sei die EZB für einen Negativzins bereit. Auch Direktoriumsmitglied Peter Praet ließ wissen, dass ein Satz unter Null möglich sei. In Erwägung gezogen wird aber wohl eine Senkung um nur 0,1 %, was vom bisherigen Muster der Senkung in Schritten von 0,25 % abweichen würde. Dass der EZB auch andere Instrumente, wie der Kauf von Staatsanleihen (Quantitative Easing) zur Verfügung stehen, scheint momentan niemand ernsthaft in die Debatte einzubringen. So müssen die Banken vorerst zittern.

(Christian Weis)


 


 

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