Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Finanzen
Weitere Artikel
  • 29.06.2006,
  • |
  • Köln

Gerangel um Sparkassen

EU moniert den Namensschutz der "Sparkassen" in Deutschland und verlangt eine Änderung des deutschen Kreditwesengesetzes.

Die Bundesregierung, allen voran Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, wehrt sich gegen den Druck aus Brüssel. Die EU hat ein Ultimatum von zwei Monaten gesetzt.

Im deutschen Kreditwesengesetz ist u.a. der Namensschutz verankert. In Zukunft so die EU, sollen auch nicht öffentlich-rechtliche Kreditinstitute den Namen "Sparkasse" führen dürfen.

 

In Deutschland gibt es das "Drei-Säulen-System" aus öffentlich-rechtlichen, genossenschaftlichen und privaten Instituten. Sollte sich die EU durchsetzen, können private Eigner bei Sparkassen einsteigen.

 

 

Diese wertvolle Marke will der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Heinrich Haasis nicht abgeben. Man wolle den Namen nicht mit Dritten teilen und schließlich ginge es auch um den Verbraucherschutz.

Im Hintergrund geht es in Deutschland zum Thema Sparkassen schon lang heiß her. Gerade die privaten Banken nervt die Hochburg der öffentlich-rechtlichen Institute, hinter denen ja bekanntlich Bund und Länder stehen. Die Privaten erhoffen sich bei einem Kippen des Namenschutzes, mit der eingeführten "Marke" Sparkasse an zusätzliche Kundengruppen zu kommen.

(FS)


 


 

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: