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Gesellschafterdarlehen

Längere Kapitalüberlassung führt zur Abzinsungspflicht

Unverzinsliche Darlehen von Gesellschaftern an ihre GmbH sind auch dann abzuzinsen, wenn zwar keine feste Laufzeit vereinbart ist, die GmbH als Darlehensnehmerin aber am Bilanzstichtag mit einer weiteren Kapitalüberlassung für mindestens 12 Monate rechnen kann. Dies hat der BFH mit Entscheidung vom 27.1.2010 klargestellt.

Die obersten Finanzrichter haben damit der Finanzverwaltung Recht gegeben, die auch Darlehen mit unbestimmter Laufzeit der gesetzlichen Abzinsungspflicht (§ 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG) unterwirft – jedenfalls dann, wenn der Kredit für ein ganzes Jahr zur Verfügung steht. Gleichzeitig hat der BFH seine neuere „Abzinsungs-Rechtsprechung“ (z.B. im Urteil vom 6.10.2009) bestätigt. Darüber berichteten wir im GmbH-Tip 6/2010 auf der Seite 2.

Fazit: Wenn Sie als Gesellschafter und Darlehensgeber mit der GmbH keine Laufzeit für den zinslosen Kredit vereinbaren, ist die Gesellschaft steuerlich nicht aus dem Schneider. Steht der Darlehensbetrag der GmbH tatsächlich 12 Monate oder länger zur Verfügung, kommt es zur Abzinsungspflicht mit Gewinnerhöhung auf der Gesellschaftsebene: In Höhe des Abzinsungsbetrags hat die GmbH einen Ertrag auszuweisen.

BFH, Urteil vom 27.1.2010, Az. I R 35/09 – (Best.-Nr. GT

(VSRW-Verlag)


 


 

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