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GmbH-Anteilsverkauf

Wann bei Gesellschaftern ein Veräußerungsgewinn entsteht

Der Gewinn aus dem Verkauf eines GmbH-Anteils entsteht in der Regel erst in dem Zeitpunkt der Veräußerung, also mit dem Übergang des rechtlichen oder zumindest des wirtschaftlichen Eigentums an der Beteiligung. Dies hat der BFH mit Urteil vom 20.7.2010 klargestellt.

(!) Wirtschaftlicher Eigentümer ist der Erwerber immer dann, wenn er in der Lage ist, alle wesentlichen Gesellschafterrechte wahrzunehmen. Dies setzt voraus, dass

  • der Käufer aufgrund eines bürgerlich-rechtlichen Rechtsgeschäfts eine geschützte und nicht mehr entziehbare Rechtsposition auf den Erwerb des GmbH-Anteils innehat und außerdem
  • alle wesentlichen, mit dem Anteil verbundenen Gesellschafterrechte, vor allem das Gewinnbezugs- und Stimmrecht, sowie das Risiko der Wertminderung des Anteils beziehungsweise die Chance auf eine Wertsteigerung auf ihn übergegangen ist.

(!) Die Stundung oder die Ratenzahlung des Kaufpreises haben im Allgemeinen keinen Einfluss auf den steuerlichen Gewinnentstehungszeitpunkt. Dies haben die obersten Finanzrichter ebenfalls klargestellt.

 BFH, Urteil vom 20.7.2010, Az. IX R 45/09 – (Best.-Nr.

(VSRW-Verlag)


 


 

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