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  • 08.01.2015, 08:56 Uhr
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Gesetze und Pflichten

Minijobs: Das ändert sich 2015

Ab dem 1. Januar 2015 gilt in Deutschland das Gesetz zum Mindestlohn. Somit hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf einen Stundenlohn von 8,50 Euro, siehe §1 MiLoG. Der Minijob bleibt in dieser Form erhalten, doch auch hier gibt es neue Gesetze und Pflichten. So gilt beispielsweise eine neue Aufzeichnungspflicht, die in der Regierung noch sehr umstritten ist.

Bei einem geringfügig Beschäftigten oder einem Minijobber muss ab sofort aufgezeichnet werden. Arbeitgeber müssen demnach ab dem 1. Januar 2015 bei geringfügig Beschäftigten den Beginn, das Ende und die Dauer der Arbeitszeit notieren. Nur so soll kontrolliert werden, ob die Mindestlohnbestimmungen auch eingehalten werden. Die Aufzeichnung untersteht einer Pflicht, die bei Nichteinhalten ein Bußgeld für den Arbeitgeber mit sich bringt. Die Dokumentation der Arbeitszeit muss spätestens bis zum Ablauf des 7. Kalendertages geschehen, der auf den Tag der Arbeitsleistung folgt. Sämtliche Unterlagen dazu sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren und können von den zuständigen Behörden auch verlangt werden. Die Aufzeichnungen müssen bei den Entgeltunterlagen für die Sozialversicherung lagern.

Auch mit dem Mindestlohn bleibt der Minijob eine lohnenswerte Alternative. Das zeigt zumindest der Arbeitsmarkt. Viele Arbeitnehmer sind auf der Suche nach einem Minijob. Dabei geht der Trend hin zum Internet. Die meisten Jobs werden über das Internet gesucht und angeboten. Darunter befinden sich viele bekannte Jobportale, wie beispielsweise auch die Kleinanzeigen als eBay Jobportal.

Änderungen bei der Sozialversicherung

Neben der aktuellen Aufzeichnungspflicht hat sich auf im Rahmen der Sozialversicherung etwas für die Minijobs geändert. Seit dem 1. Januar 2013 gilt bereits die Verdienstgrenze von 450 Euro für Geringverdiener. Danach gab es eine Gleitzone von 450 bis 850 Euro. Diese Übergangsregelungen für Minijobber fallen mit dem aktuellen Jahr weg. Sämtliche geschlossenen Arbeitsverhältnisse bis Ende 2012 gab es noch Bestandsschutz. Diese Regelungen fallen nun komplett weg und müssen sozialrechtlich neu beurteilt werden. Solange die monatlichen Einkommen des Minijobbers die Grenze von 400 Euro nicht überschreiten, bleibt der Betroffene durchgehen frei von Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Beschäftigte, die zwischen diesen 400,01 Euro und den 450 Euro verdient haben, fielen bis vor Kurzem noch unter die Gleitzone. Somit mussten sie in allen Zweigen sozialversichert werden. Ab dem 1. Januar 2015 ist diese Gleitzonenregelung nun hinfällig. Die Minijobber müssen kranken-, pflege- und arbeitslosenversichert sein. Eine Pflicht zur Rentenversicherung besteht jedoch nicht. Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, die Pauschalbeträge abzuführen. Demnach müssen sie ihre Arbeitnehmer mit dem Jahreswechsel bei der zuständigen Krankenkasse abmelden und bei der Minijobzentrale wieder anmelden. Alle Minijobber, die nicht mehr gesetzlich krankenversichert sind, müssen sich unbedingt mit der Krankenkasse in Verbindung setzen. Wichtig: Überschreitet ein Minijobber die ab dem 1. Januar eingeführte Verdienstgrenze von 450 Euro mit dem neuen Mindestlohn, so befindet er sich automatisch in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis.

(Redaktion)


 


 

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