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Gesetzeslücke bei Handwerkerleistungen

(ddp.djn). Handwerkerleistungen sind steuerlich begünstigt. Bis zu 20 Prozent der Kosten, maximal jedoch 600 Euro, waren bis Ende 2008 steuerlich anrechenbar. Das entsprechende Gesetz, das den Steuervorteil regelt, wurde nach einem Bericht des Portal steuerrat24.de zum Jahresbeginn gleich zweimal mit zwei verschiedenen Gesetzen geändert.

Während die Verdoppelung des absetzbaren Betrages allerdings bereits am 30.Dezember 2008 in Kraft trat, wurde die Anwendungsvorschrift erst zum 1.Januar 2009 gültig. Und nur die Anwendungsvorschrift sieht vor, dass die Verdoppelung erst ab 2009 gelten soll. in den beiden Tagen zuvor galt diese Einschränkung jedoch nicht, weil eben die Anwendungsvorschrift noch nicht in Kraft getreten war.

Steuerrat24.de leitet daraus einen Anspruch auf den doppelten Steuerbonus bereits für das Jahr 2008 ab. Denn da der Gesetzestext eindeutig ist, kommt es darauf an, was der Gesetzgeber geregelt hat und nicht, was er regeln wollte. Diese Gesetzeslücke haben zwei Professoren von der Freien Universität Berlin entdeckt.

Steuerzahler sollten deshalb die Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen bis zu 6000 Euro steuerlich geltend machen und so 1200 Euro Steuervorteil erreichen können.

(ddp)


 


 

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