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  • 18.05.2006,
  • |
  • Gummersbach

Gewerbestandort Gummersbach soll um 30 ha Nettofläche anwachsen

Als Kreisstadt des Oberbergischen Landes, glänzt die Stadt Gummersbach nicht nur mit der sportlichen Leistung des Handballmeisters VFL, sondern auch mit treuen und zudem äußerst erfolgreichen Anhängern.

„Eine Vielzahl in dieser Region niedergelassener Unternehmen kann auf eine lange erfolgreiche Firmengeschichte zurückschauen. Nicht wenige setzten auf internationaler Ebene Akzente und werden dies auch weiterhin tun. Die Geschichte meines Beratungsunternehmens beweist, dass man als Standort nicht immer die Metropolen dieser Welt wählen muss.“ So Jochen Kienbaum, Unternehmensgründer der Kienbaum Consultants International GmbH über den von ihm gewählten Standort.

Worte von Jemanden, der es wissen muss. Und in der Tat, die 54.300 Einwohner starke Gemeinde bietet neben ländlichem Flair, einem vielseitigen Freizeit – und Kulturangebotangebot eben auch einen multiplen Industrie – und Gewerbesektor. Den Anfang machte hier das Gewerbegebiet Vollmerhausen, dass bereits in den 70er Jahren gegründet wurde. Seitdem hat sich entwicklungstechnisch viel getan:

Die Stadt Gummersbach hat sich von der Industriestadt in ruhiger Umgebung zum modernen Dienstleistungs- und Einkaufzentrum der Region entwickelt. „In den letzten Jahren hat sich ein gewaltiger Wandel getan“ weiß Elmar Oehm, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung.

„Inzwischen ist die Nachfrage am produzierendem Gewerbe eher verhalten.“ Den Grund hierfür sieht Oehm, der bereits seit 20 Jahren im Bereich der Stadtentwicklung tätig ist, in dem fehlenden Direktanschluss an die Autobahn. Über die Jahre hinweg hat sich eine andere Nutzungsstruktur hervorgetan. „Heute besteht die Mehrheit des ansässigen Gewerbes aus Dienstleistungsunternehmen; Wirtschaftsberater – und Prüfer, sowie eine wachsende Anzahl von IT – Betrieben.“

Insgesamt kommt dem öffentlichen wie privaten Dienstleistungssektor mit fast 70 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen eine große Bedeutung zu. So wie seit der Vollmerhausen - Zeit viel passiert ist, sollte es auch nicht bei dem einem Gewerbegebiet bleiben. Mittlerweile stellt der Ortsteil Windhagen West den bislang größten Nutzungsbereich dar. 1992 erbaut, stellt der Park eine Nettogewerbefläche von ca. 13 ha zur Verfügung und ist bis auf eine Restfläche von 3, 5 ha vollständig belegt.

Das Gründer- und Technologie-Centrum GTC Gummersbach stellt die Kernnutzung dar. Dementsprechend haben sich am Standort Dienstleister angesiedelt, aber auch Unternehmen des produzierenden Gewerbes und Handwerksbetriebe. Doch damit nicht genug – die Stadtverwaltung blickt einer Vergrößerung positiv entgegen und sieht sich dem wachsenden Markt gut gewappnet. Neben einem neuen Dienstleistungspark im Steinmüllergelände, nahe des Zentrums, befindet sich noch der Gewerbebezirk Sonnenberg, westlich der Westtangente B 256 gelegen, in planerischer Vorbereitung.

Ist die Kapazität in Windhagen erreicht, werden dort schrittweise, je nach Anfrage fünf bis sechs ha Fläche neu erschlossen. „Der Zeitpunkt der Sättigung ist für uns schwer einzuschätzen“, meint Oehm. Doch sei der Bau so geplant, „dass es von Windhagen bis zum Sonnenberg einen nahtlosen Übergang geben wird“. Mittel – bis Langfristig werden im geplanten Neugebiet 30 ha Nettofläche entstehen. Eine vielversprechende Größenordnung, bedenkt man, dass damit der zukünftige Schwerpunkt der Gewerbeflächenentwicklung der Kreismitte Oberbergs auf dem Gebiet der Stadt Gummersbach liegen wird. Für Oehm ist diese Entwicklung, in Hinblick auf die vielen Vorteile des Wirtschaftsstandortes, eine leicht verständliche Konsequenz. Zu den Pluspunkten zählt der Wirtschaftsexperte die „doch ganz gute Verkehrsnähe zu den Ballungszentren“.

Die „Sauerlandlinie“ Dortmund-Gießen-Frankfurt (A45) bietet eine kurze Anbindung an die Gebiete Rhein und Ruhr. Nur 50 km sind es über die A 4 bis ins Zentrum Kölns, der internationale Flughafen Köln/Bonn liegt nur 40 Autominuten entfernt. In den nächsten Jahren wird zudem die Schienenverbindung Köln – Gummersbach in Richtung Hagen/Dortmund verlängert. Weitere Förderlichkeiten sind sicherlich das günstige Preisniveau von 40 EUR pro Quadratmeter – „und das voll erschlossen und direkt bebauungsfertig“ ergänzt Oehm. Weiterhin setzt die Verwaltung auf eine „intensive Individualbetreuung“; durch die Hilfe bei Bebauungskonzepten sowie Bereitstellung von Leasingangeboten werden laut Oehm den „Unternehmenseigentümern eine bessere Vorstellung über die gegebenen Möglichkeiten vermittelt“. Schließlich sehe sich dass Amt für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus in erster Linie als Service-Partner in Fragen der Betriebsansiedlung und -erweiterung. Argumente, die in Zukunft noch viele weitere erfolgreiche Anhänger überzeugen sollen.

(k.olbrisch)


 


 

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