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Gewerkschaft setzt Warnstreiks bei Telekom fort - Druck auf Tarifverhandlungen erhöht

(dapd). Mit neuerlichen Warnstreiks erhöht die Gewerkschaft ver.di den Druck auf die Tarifverhandlungen bei der Telekom. Nach Angaben der Gewerkschaft in Berlin beteiligten sich am Montag wie geplant rund 6.000 Beschäftigte bundesweit an den Aktionen. Die Telekom in Bonn sprach dagegen von weniger als 3.000 Teilnehmern.

ver.di-Streikleiter Ado Wilhelm erklärte, es handle sich um den ersten vollschichtigen Streiktag. «Für diese Eskalation ist allein das Management verantwortlich», erklärte der Gewerkschafter.

Die Telekom hatte in der dritten Verhandlungsrunde Mitte Februar ein Angebot vorgelegt, das jedoch von der Gewerkschaft als «nicht verhandlungsfähig» und «Frechheit» zurückgewiesen wurde. Eine nach den Worten von ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder «vierte und letzte» Tarifrunde soll am 8. und 9. März an einem noch nicht genannten Ort stattfinden. Bis dahin will die Gewerkschaft durch eine Ausweitung der Warnstreiks den Druck erhöhen.

Regional waren nach den Gewerkschaftsangaben am Montag vor allem Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern von den Warnstreiks betroffen. Ein Telekomsprecher sagte, das Unternehmen bemühe sich, die Auswirkungen auf die Kunden so gering wie möglich zu halten.

Neue Arbeitsniederlegungen am Dienstag

ver.di kündigte für Dienstag weitere Arbeitsniederlegungen an. Geplant seien gezielte Warnstreiks von bundesweit 4.500 Beschäftigten in bestimmten Bereichen der Telekom. «Wir wollen Wirkung erzielen», betonte Wilhelm.

Ein Telekom-Sprecher sagte, er könne das Verhalten der Gewerkschaft «nicht ganz nachvollziehen». Die Telekom habe ein Angebot für ein tarifpolitisches «Zukunftsbündnis» vorgelegt, mit dem ver.di sich ernsthaft auseinandersetzen sollte. Die Telekom bietet für die rund 50.000 Tarifbeschäftigten 2,17 Prozent mehr Geld sowie verschiedene weitere Vereinbarungen zum Beispiel über Lebensarbeitszeitkonten an. Die Gewerkschaft erklärt freilich, das Angebot bedeute lediglich ein Plus von 1,08 Prozent und angesichts der steigenden Inflationsrate eine Lohnsenkung oder gar Reallohnverlust.

ver.di fordert eine Anhebung der Gehälter um 6,5 Prozent, mindestens aber um 170 Euro monatlich. Gleichzeitig fordert die Gewerkschaft den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen.

Einschließlich der Beamten sind rund 105.000 Mitarbeiter in der Konzernzentrale und in der Telekom Deutschland GmbH, zu der auch die 2007 ausgegliederten Servicegesellschaften gehören, vom Ergebnis der Tarifverhandlungen betroffen.

(dapd )


 


 

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