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Pilotprojekt in Bergisch Gladbach: NetCologne startet Glasfaserausbau per Mini-Trenching

Der Glasfaserausbau der NetCologne in Bergisch Gladbach verläuft nach Unternehmensangaben weiterhin planmäßig. Für das letzte Teilstück kommt nun eine neue Verlegemethode zum Einsatz, die sich im europäischen Ausland bereits fest etabliert hat: Das sogenannte „Mini-Trenching“. Der Vorteil: Die Ausbauarbeiten kommen im Vergleich zum klassischen Tiefbau rund drei Mal so schnell voran.

In den Stadtteilen Herkenrath und Moitzfeld sieht man aktuell an manchen Stellen kleine, schmale Gräben, die innerhalb von einem Tag wieder verfüllt sind. Hier werden hunderte Meter Glasfaserleitungen in kürzester Zeit unter die Erde gebracht. Möglich ist dies dank einer neuen Verlegemethode, bei der die Glasfaserkabel lediglich in rund 35 Zentimeter Tiefe unter der Straßenoberfläche verlegt werden. Dadurch ist ein Baufortschritt bis zu 150 Metern täglich möglich – drei Mal so schnell, wie beim klassischen Tiefbau, wo es täglich ca. 40 Meter sind.

Glasfaser per Mini-Trenching

In Frankreich, Schweden und Norwegen ist Mini-Trenching bereits verbreitet, in Deutschland gibt es allerdings bislang nur wenige Anbieter, die diese Verlege-Art einsetzen. Jetzt hat NetCologne mit Bergisch Gladbach das erste Pilotprojekt gestartet. „Der Vorteil bei dieser Methode ist, dass wir deutlich schneller vorankommen und die Beeinträchtigung für die Anwohner auf ein Minimum reduzieren können“, erklärt NetCologne-Geschäftsführer Jost Hermanns. „In der Regel werden die Gräben gefräst und innerhalb eines Tages mit Flüssigboden verfüllt, sodass die Fahrbahndecke schon ab dem zweiten Tag wieder hergestellt werden kann.“ Zudem seien aufgrund der Schnelligkeit die Kosten für den Ausbau deutlich geringer.

100 Mbit/s für 9.000 Haushalte

Um die Geschwindigkeit in den fünf Bergisch Gladbacher Stadtteilen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde hochzuschrauben, werden die Glasfaserleitungen bis zu den grauen Kabelverzweigern am Straßenrand verlegt. Die von dort aus bereits bestehenden Kupferleitungen in die einzelnen Haushalte bleiben hiervon unberührt. Zur Erschließung der Kästen setzt NetCologne auf unterschiedliche Verlegemethoden: In Teilen werden Leerrohre der BELKAW genutzt, zum Teil wird im klassischen Tiefbau gearbeitet und dort, wo die Bodenbeläge es zulassen, wird Mini- Trenching eingesetzt. Generell ist diese Fräsmethode nur bei Teer-Betondecken möglich. „Egal wie, wir bringen die Glasfaserleitungen möglichst ressourcenschonend in die Wohngebiete“, erklärt Hermanns die Ausbaustrategie. Insgesamt werden rund 9.000 Haushalte und 265 Gewerbebetriebe an das neue Glasfasernetz angeschlossen.

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Quelle: Netcologne

(Redaktion)


 


 

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