Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Aktuell News
Weitere Artikel
Gleichstellung

Arbeitsrechtlerinnen fordern Gleichstellungsgesetz für Privatwirtschaft

(ddp). Angesichts der anhaltenden Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern fordern Arbeitsrechtlerinnen ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft. Ein durchgreifender Fortschritt sei nur zu erwarten, wenn der rechtliche Rahmen modernisiert werde und Verbindlichkeit schaffe, sagte die Wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, Heide Pfarr, am Donnerstag in Berlin. Zehn Jahre freiwillige Selbstverpflichtung hätten die Entgeltdiskriminierung nicht beseitigt.

Zum besseren Verständnis der Mechanismen der Diskriminierung stellte Pfarr ein von der Stiftung gefördertes Prüfinstrument vor. Mit dem von den Gleichstellungsexpertinnen Karin Tondorf und Andrea Jochmann-Döll entwickelten Entgeltgleichheits-Check könnten Unternehmen, Betriebs- und Personalräte und auch einzelne Beschäftigte prüfen, ob in ihrem Betrieb beide Geschlechter diskriminierungsfrei bezahlt werden. Eine Testversion steht im Internet unter eg-check.de zur Verfügung.

Der Check ist Pfarr zufolge eine Alternative zu einem Angebot des Bundesfrauenministeriums. Mit der Software Logib-D (Lohngleichheit im Betrieb-Deutschland) können Unternehmen freiwillig überprüfen, ob sie Männer und Frauen bei gleicher Tätigkeit auch gleich entlohnen. Nach Ansicht der Expertinnen ist die von ihnen entwickelte Methode eg-check.de aber detaillierter und kann auch verdeckte Diskriminierung aufspüren.

(ddp)


 


 

Diskriminierung
Privatwirtschaft
Frauen
Männer
Gleichstellungsgesetz
Arbeitsrechtlerinnen
Angesichts

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Diskriminierung" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: