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Nachhaltiges Wirtschaften zahlt sich auch in Schwellenländern aus

Unternehmen, die auch in ihren internationalen Niederlassungen und in ihrer weltweiten Beschaffung soziale und ökologische Standards einhalten, sind erfolgreicher. Sie profitieren von Wettbewerbsvorteilen durch effiziente und ressourcenschonende Produktion, ein besseres Image, höhere Arbeitgeberattraktivität, mehr Innovationskraft und größere Akzeptanz bei lokalen Gemeinden und Behörden. Folgerichtig halten 70 Prozent der Top-Manager dieser Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit für eine Grundvoraussetzung langfristigen Erfolges.

Dabei siedeln die für den weltweiten Einkauf zuständigen Manager Umweltaspekte ganz oben an, während die gesamtverantwortlichen Geschäftsführer an Ort und Stelle mehr Wert auf soziale Initiativen legen. Dies sind Ergebnisse der Studie „Sustainable Management in Emerging Economies“, durchgeführt vom Lehrstuhl für Internationales Management & Beschaffung der WHU Otto Beisheim School of Management. Für die Studie wurden die regionalen Führungskräfte in China, Indien, Brasilien, Ungarn und Tschechien sowie die Chefs des Zentraleinkaufs von mehr als 200 Großunternehmen befragt.

„Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Baustein der Unternehmensstrategie. Das beschränkt sich nicht auf den Heimatmarkt: Auch mit Blick auf internationale Niederlassungen und Zulieferer beeinflusst das ökologische und soziale Verhalten nicht nur das Image eines Unternehmens oder das Anlageverhalten, sondern auch das operative Arbeiten positiv“, sagt Professor Lutz Kaufmann , Studienleiter an der WHU.

Soziale und ökologische Verantwortung steigert Ergebnis

Es lässt sich ein starker Zusammenhang zwischen dem Engagement der Unternehmen in sozialen Fragen und Umweltaspekten und ihrer Rentabilität feststellen. Konkret manifestiert sich verantwortliches Handeln im Kontext schnell wachsender Märkte vor allem in sieben Feldern: der Emissionsvermeidung, umweltfreundlicher Produktionstechnik, umweltbewusstem Einsatz von Rohstoffen und Vorprodukten, Arbeitssicherheit, Förderung der Mitarbeiter, Unterstützung von umliegenden Gemeinden und verantwortlichem Lieferantenmanagement. Nach der vorliegenden Studie zeigt jeweils das Drittel der Firmen mit den höchsten Umsatzrenditen einer Branche ein um durchschnittlich 13 Prozent höheres Engagement in diesen Feldern als das Drittel mit den niedrigsten Umsatzrenditen. Unternehmen aus dem Automotive-Bereich, dem Maschinen- und Anlagenbau und der Elektroindustrie legen einen hohen Wert auf die Arbeitsbedingungen und Sicherheitsstandards. Soziales Engagement in den umliegenden Gemeinden hingegen ist ihnen weniger wichtig. Unternehmen der Branchen Pharma/Chemie und Konsumgüter messen zudem Umweltaspekten hohe Bedeutung bei. Darüber hinaus legt die Konsumgüterbranche hohen Wert auf die Auswahl nachhaltig arbeitender Zulieferer.


 


 

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Schwellenländern
WHU Otto Beisheim School of Management
Lutz Kaufmann

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