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Globalisierung

Nachhaltiges Wirtschaften zahlt sich auch in Schwellenländern aus

Engagement zahlt sich auch im operativen Geschäft aus

Auch wenn es um Image, Mitarbeiterbindung, Lernfähigkeit der Organisation oder operative Leistungen geht, schneiden die engagiertesten Unternehmen besser ab. Firmen mit hohen Umweltstandards haben in Schwellenländern Vorteile, wenn auch hier die Anforderungen in Sachen Umwelt erhöht werden. Beispielsweise spart eine umweltfreundliche Produktionstechnik Ressourcen. Laut der vorliegenden Studie konzipieren die Manager der wirtschaftlich erfolgreichsten Unternehmen die Produktionsanlagen sehr ressourcensparend: Sie modernisieren Anlagen schneller und vermeiden Abfälle. So senkte beispielsweise der mittelständische Automobilzulieferer Veritas in seiner ungarischen Niederlassung die Ausschussrate in der Fertigung von zwei Prozent auf weniger als 0,5 Prozent durch die Einführung eines Systems zur Wiederverwertung von Produktionsabfällen.

Ferner investieren die Erfolgreichsten nicht nur konsequent in Sicherheitsschulungen, sondern unterstützen auch die lokalen Mitarbeiter in den internationalen Niederlassungen bei der Gesundheits- und Altersvorsorge. Dies ist gerade in rasch wachsenden Märkten mit wenig entwickelten Sozialsystemen, gering ausgeprägter Loyalität zum Arbeitgeber und einem hochkompetitiven Arbeitsmarkt ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Die Beziehungen eines Unternehmens zur sozialen Umgebung haben einen Einfluss auf die Wachstumschancen: Fördert ein Unternehmen beispielsweise die Lebensbedingungen durch bessere medizinische Versorgung oder Bildungsprojekte, fördert dies die Kooperation mit den lokalen Behörden und sorgt für positive Image-Effekte bei potenziellen Mitarbeitern.

Schließlich hat die sorgfältige Auswahl und Förderung der Lieferanten und die Einhaltung von Mindeststandards erhebliche positive Image-Effekte und Auswirkungen auf die Qualität der Produkte des Zulieferers. Ein Erfolgsbeispiel für nachhaltiges Lieferantenmanagement ist das S.A.F.E.-Konzept des Sportslifestyle-Unternehmens Puma: Durch eine Kategorisierung der Lieferanten entsprechend ihrer ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit entscheidet Puma systematisch über Auswahl und Fortführung seiner Lieferantenbeziehungen und konnte so, anders als viele Konkurrenten in der Branche, negative Schlagzeilen vermeiden.

„Manager sollten bei Investitionen in Umwelttechnologie immer bedenken, dass sie auch Effektivität und Innovation gewinnen. Soziale Verantwortung hat einen starken Einfluss auf die Arbeitgeberattraktivität. Beide Aktivitäten haben über die geschilderten positiven operativen Effekte hinaus einen erheblichen positiven Einfluss auf das Unternehmensimage“, sagt Professor Lutz Kaufmann.

(Redaktion)


 


 

Globalisierung
Schwellenländern
WHU Otto Beisheim School of Management
Lutz Kaufmann

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