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Beratervertrag

„Nebenberuflicher“ Beratervertrag mit der eigenen GmbH

Der Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH kann neben seiner Geschäftsführertätigkeit als selbstständiger Berater für die Gesellschaft gegen Entgelt tätig werden.

Die honorarpflichtige Beratung kann unabhängig davon erfolgen, ob der Geschäftsführer für seine Haupttätigkeit eine Vergütung von der Gesellschaft erhält oder nicht. Für die steuerliche Anerkennung der nebenberuflichen Beratung ist es unerlässlich, dass der Bereich, auf den sich die Beratung bezieht sich eindeutig von der eigentlichen Geschäftsführertätigkeit abgrenzen lässt.

Beispiele:

  1. Der Geschäftsführer entwickelt für seine GmbH Software. Dazu ist er nach dem Geschäftsführervertrag nicht verpflichtet.
  2. Der Geschäftsführer wird als Subunternehmer der eigenen GmbH tätig, und zwar in einem Bereich, in dem die GmbH noch weitere Subunternehmer beschäftigt.

(!) Nicht nur der Beratervertrag, sondern auch das vereinbarte Berater-Honorar muss wie unter Fremden vereinbart werden. Ferner muss der Vertrag auch wie vereinbart durchgeführt werden. Wurde also zum Beispiel eine monatliche Honorarabrechnung vertraglich vereinbart, sollte dies auch so praktiziert werden. Andernfalls droht seitens des Finanzamts der Vorwurf der mangelnden Ernsthaftigkeit mit der Folge, dass der Beratungsvertrag insgesamt nicht anerkannt wird und damit sämtliche Beratungshonorare als verdeckte Gewinnausschüttungen behandelt werden.

(VSRW-Verlag)


 


 

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