Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Aktuell News
Weitere Artikel
Google Street View

Köln bietet Widerspruchsmöglichenkeiten im Internet und in Bürgerämtern an

Nachdem der weltweit agierende Internet-Dienst Google angekündigt hat, ab nächster Woche eine Vorstufe seines „Street View“ auch für das Stadtgebiet Köln im Internet zu veröffentlichen, weist die Stadt Köln heute noch einmal auf die Hilfen bei Widerspruchsverfahren hin.

Mit der Veröffentlichung der Vorstufe startet auch die vierwöchige Frist,
wirksam Widerspruch gegen die Darstellung seines Gebäudes im Internet einzulegen.

Die endgültigen, detaillierten Aufnahmen von Street View sollen Ende des Jahres im Internet zu sehen sein.

Seit einigen Wochen sind auf den Internetseiten der Stadt Köln unter www.stadtkoeln.de/buergerservice/ Widerspruchsformulare zum Download bereitgestellt. Außerdem liegen während der allgemeinen Dienstzeiten in allen Bürgerämtern der einzelnen Stadtbezirke vorformulierte Widerspruchslisten aus, in die sich Eigentümer und Mieter von Häusern und Wohnungen eintragen können. Diese Listen werden anschließend von der Stadt Köln gebündelt an Google weitergeleitet. Die Stadt Köln übernimmt dabei die
Übermittlerrolle.

Mehr als 250 Widersprüche sind in den Bürgerämtern bisher eingetragen worden. Stadtdirektor Guido Kahlen: „Jeder, der sich in seinen Persönlichkeitsrechten gestört fühlt, kann gegen die Aufnahme seines Gebäudes bei Google kostenlos Widerspruch einlegen und dazu unsere Hilfsangebote in Anspruch nehmen. Ich empfehle jedem, sich
auf den englischen oder belgischen Google-Seiten (www.google.uk; www.google.be) schon einmal die dort bereits eingestellte endgültige Version von Street View anzuschauen. Dort kann sich jeder selbst ein Bild davon machen und dann entscheiden.“

Google Deutschland hat angekündigt, ab nächster Woche unter
www.google.de/streetview die Vorversion des Dienstes für 20 Städte in das Internet zu stellen. Dazu gehört auch das Kölner Stadtgebiet. Gezeigt werden Satellitenbilder des Kölner Stadtgebietes, auf denen man sein Haus oder Gebäude identifizieren kann.
Gleichzeitig beginnt eine vierwöchige Widerspruchsfrist. Kostenlos können Mieter und Eigentümer beantragen, ihr Haus von der Online-Veröffentlichung der Bilder unkenntlich zu machen.
Auf Rückfrage bei Google Deutschland wurde zugesichert, dass alle bereits eingelegten Widersprüche gespeichert sind und umgesetzt werden. Ein erneuter Widerspruch sei nicht notwendig. Ein bereits eingelegter Widerspruch per Internet wurde von Google mit einer Bestätigungs-Mail beantwortet.

Auch nach Freischaltung des endgültigen Street Views soll die Herausnahme von Gebäuden möglich sein.

Bereits im Jahr 2009 hat Google in Köln rund 2.556 Kilometer Straße mit anliegenden Gebäuden mit Kamerafahrzeugen aufgenommen. Gesichter und Kfz-Kennzeichen werden automatisch verfremdet und damit unkenntlich gemacht. Street View ist in der Bundesrepublik auf erheblichen Widerstand der Datenschützer und Verbraucherschützer gestoßen.

(Redaktion)


 


 

Widerspruch
Google Street View
Köln
Gebäude
Datenschutz

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Widerspruch" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: