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  • 12.12.2006, 13:47 Uhr
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  • Köln

Gothaer erwartet für 2006 erneut Rekordergebnis

Auch 2006 wird die Gothaer wieder ein Rekordergebnis erzielen. Konzernchef Dr. Werner Görg erwartet eine Gewinnsteigerung von über 16 Prozent auf 120 Millionen Euro nach Steuern.

Damit steigt die Eigenkapitalrendite auf 11,3 Prozent nach Steuern. Ein Niveau, das für die Zukunft gehalten werden soll. „Wir stehen vor gewaltigen Marktveränderungen. Die Gothaer hat die Ertragskraft, um sehr optimistisch auf die zukünftigen Herausforderungen zu schauen“, beschreibt Görg die Perspektive. „Neben der weiteren Stärkung der Reserven investieren wir in die Produkte und die Optimierung unserer Vertriebs- und Servicequalität“, so Görg weiter.

Die konsolidierten Beitragseinnahmen im Konzern werden mit rund 3,8 Milliarden Euro leicht über Vorjahresniveau erwartet. Die weiterhin sinkenden Kostenquoten der Risikoträger sind auf die fortgesetzte Industrialisierung der Geschäftsprozesse innerhalb des Unternehmens zurück zu führen.

Wichtiger Teil der Unternehmensstrategie ist die Differenzierung des Angebots für verschiedene Zielgruppen und Serviceerwartungen. „Über die Asstel bieten wir unseren Kunden schlanke und kostengünstige Angebote bei marktüblichen Produkten. Der hoch qualifizierte Gothaer Außendienst bietet ausführliche Beratungsleistungen für komplexere Lösungen“, erläutert Marketing- und Vertriebsvorstand Ron van het Hof. Dabei ist die Optimierung der Serviceleistungen für die Vertriebspartner ebenso im Fokus aktueller Maßnahmen wie die weitere Qualifizierung des Außendienstes. Darüber hinaus wird die Gothaer als erster Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit im Frühjahr 2007 exklusiv für die Mitglieder eine direkte Beteiligungsmöglichkeit am Unternehmensergebnis eröffnen. Diese Mitgliederanleihe wird mit einer attraktiven Basisverzinsung und einer am Konzernergebnis orientierten Zusatzverzinsung ausgestattet.

Auch vertrieblich verläuft das Jahr 2006 erfolgreich. So liegt das Neugeschäft in der Lebensversicherung bereits bis Ende Oktober um 90 Prozent über dem Vorjahr. Besonders stark ist das Wachstum in der eigenen Ausschließlichkeitsorganisation, die mit einem Plus von 165 Prozent wieder stärkster Vertriebsweg des Konzerns ist. Darin schlägt sich auch der Erfolg des aktuellen Renten-Produktes „VarioRent Plus“ nieder, das bis Oktober über 16.000 mal gekauft wurde. In der Krankenversicherung wird die Zahl der versicherten Personen wieder steigen. Auch hier tragen neue Produkte und die Aktivitäten im Belegschaftsgeschäft zum Wachstum bei. Im Sachversicherungsgeschäft laufen insbesondere die Multi-Risk-Produkte für Privatkunden gut. Über 10.000 Neukunden entschieden sich für den Rundum-Schutz der Gothaer.

Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern wird zum Jahresende 2006 voraussichtlich bei etwa 5.700 liegen. Damit werden etwa 90 Personen weniger als Ende 2005 beschäftigt. Personalzuwachs gibt es allerdings am Standort Köln. Hier steigt die Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2006 um rund 300 voraussichtlich auf über 3.300.

Ertragsorientierte Zeichnungspolitik wird fortgesetzt

Die gebuchten Bruttobeiträge werden voraussichtlich mit 1,38 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres erreichen (1,39 Milliarden). Prämienrückgängen im wettbewerbsintensiven KFZ-Geschäft stehen deutliche Zuwächse in der Haftpflicht- und Gebäudeversicherung gegenüber. Konzernchef Görg ist mit der Entwicklung zufrieden: „Der Anteil des KFZ-Geschäftes am Umsatz ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Dafür wachsen insbesondere die ertragreicheren Sparten und wir sind unabhängiger vom stark zyklischen Autogeschäft geworden.“ Zudem konnte trotz sinkender Preise in der Industrieversicherung eine Steigerung der Stückzahlen erreicht werden. Damit sieht sich die Gothaer Allgemeine bestens für die Zukunft aufgestellt.

Die Stärke der Gothaer Allgemeine wird auch von internationalen Ratingagenturen gesehen. Im Herbst hatte Standard and Poor’s das A- Rating des Vorjahres bestätigt. Erstmals vergab Fitch die Note A für die Gesellschaft. Drei wichtige Ergebnisse prägten das Geschäftsjahr 2006 für die Gothaer Lebensversicherung AG. Standard and Poor’s zeichnete die Sicherheit und Finanzstärke des Unternehmens mit einem A- Rating aus. Die Substanzstärke, ausgedrückt im Verhältnis der Reservemittel zu den laufenden Ausschüttungen (RfB-Quote) liegt mit voraussichtlich 646 Prozent weit über dem Marktdurchschnitt. So konnte die Gothaer Leben auch als eine der ersten Gesellschaften für 2007 wieder eine Erhöhung der Überschussbeteiligung für die Kunden melden. Zudem führt auch der vertriebliche Erfolg des Geschäftsjahres zu einer Stärkung der Gesellschaft, da gerade in den strategisch gewünschten Bereich der Lebens- und Rentenversicherung gegen laufende Beiträge und im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung hohe Zuwächse zu verzeichnen sind. So dürfte bei der Gothaer Leben das Geschäft gegen laufende Beiträge um über 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr ansteigen, während im Marktdurchschnitt lediglich ein Zuwachs von 14 Prozent erwartet wird. Der Anteil fondsgebundener Lebensversicherungen im Neugeschäft wird voraussichtlich auf über 40 Prozent steigen.

Das erwartete Prämienvolumen der Gothaer Leben steigt für 2006 leicht auf 1,27 Milliarden Euro (Vj. 1,25 Milliarden Euro). Die Stornoquote dürfte auf 4,6 Prozent (Vj. 4,9 %), die Verwaltungskostenquote auf 3,3 Prozent sinken (Vj. 3,4%).

 


 

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