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Studie: Zeitwertkonten hoch im Kurs

Früher als mit 67 in Rente zu gehen oder seine Arbeitszeit im Alter zu reduzieren – Träume, die sich viele Arbeitnehmer durch flexible Arbeitszeitmodelle realisieren könnten. Doch noch werden derartige Modelle zu selten angeboten. Dies belegt eine im Auftrag der Gothaer durchgeführte repräsentative Online-Umfrage zu Zeitwertkonten unter deutschen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

Geringe Verbreitung trotz hohem Bedarf

Bislang verfügt erst knapp jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland über ein solches Konto. Einer der Gründe für die geringe Verbreitung: ein Wissensdefizit auf Seiten der Arbeitgeber. Denn mehr als die Hälfte der befragten Unternehmensvertreter fühlen sich zu wenig bis gar nicht über Zeitwertkonten-Modelle informiert (53,3 Prozent).

„Die Studie zeigt, dass 84 Prozent der deutschen Arbeitnehmer gerne früher als mit 67 in Renten gehen würden. Dass nur 18,3 Prozent von ihnen ein Zeitwertkonto haben, bedeutet vor diesem Hintergrund akuten Handlungsbedarf“, so Maike Maaßen, Leiterin Produktmanagement der Gothaer Lebensversicherung AG. Denn durch die langfristige Einzahlung von Zeit- oder Geldwerten auf ein Zeitwertkonto können sich Arbeitnehmer den vorzeitigen Ruhestand oder auch Teilzeitphasen ermöglichen – und das ohne finanzielle Einbußen.

Großes Interesse von Arbeitgebern und Arbeitnehmern

Knapp die Hälfte der befragten Arbeitgeber ohne ein solches Modell (49,2 Prozent) geht davon aus, dass nicht mehr als 20 Prozent ihrer Mitarbeiter Zeitwertkonten nutzen würden. Ein Irrtum, wie die Gothaer-Studie zeigt. Denn: 41 Prozent würden die Möglichkeit sofort wahrnehmen, weitere 35,3 Prozent zeigen sich interessiert und möchten mehr Informationen darüber erhalten. „Dieses große Interesse an Zeitwertkonten überrascht uns nicht. Derartige Modelle bieten immense Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer“, so Maaßen.

Arbeitgeber wissen Vorteile zu schätzen

Die befragten Arbeitgeber, die bereits Zeitwertkonten anbieten, ziehen vielfältigen Nutzen aus den Modellen: Den größten Pluspunkt sehen sie bei der Flexibilisierung der Arbeitszeit (98,4 Prozent). Auf Platz 2 folgt die Steigerung der Attraktivität des Unternehmens (87,1 Prozent), also zusätzliche Chancen im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte. Auf Platz 3 folgt die Steuerung der demographischen Entwicklung in Deutschland (77,4 Prozent). Selbst Unternehmen ohne Zeitwertkonten scheinen sich diesen Vorteilen schon bewusst zu sein: 47,1 Prozent der Befragten haben Interesse an dem Modell und weitere 2,7 Prozent planen sogar die Einführung bis Ende 2009.

Ganzheitliche Lösungen vereinfachen Einführung

Als Gründe für eine Nicht-Einführung von Zeitwertkonten im Unternehmen geben knapp ein Drittel der Arbeitgeber ihr Wissensdefizit und eine unklare rechtliche Lage an. Zudem hält jeder Fünfte das Thema für zu komplex und verwaltungsintensiv. Dabei gibt es längst umfassende Hilfestellungen: Bei Bedarf bieten Dienstleister ganzheitliche Lösungen an – als Experten reduzieren sie den Aufwand für das Unternehmen auf ein Minimum. Dementsprechend sind bei der Wahl eines passenden Anbieters vor allem eine umfassende Beratungsleistung (91,2 Prozent) und ein geringer Verwaltungsaufwand (90,8 Prozent) entscheidend. „Damit sowohl Arbeitnehmer, als auch Arbeitgeber von flexiblen Arbeitszeitmodellen profitieren, wird die Gothaer eine umfassende Informationskampagne zu diesem Thema starten. Somit sind Unternehmen für die zukünftigen Herausforderungen eines sich wandelnden Arbeitsmarkts bestens gerüstet“, so Maaßen. (Gothar Allgemeine Versicherung AG)

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Anonym
25.12.08 10:57 Uhr
Teilzeit a' la carte...........

Beschäftige mich intensiv - aus Arbeitnehmersicht - mit dieser Thematik . Ja, die Einführung von Zeitwertkonten ist derzeit zu administrativ & komplex .Darüber hinaus sind die wenigsten Berater karitativ tätig.

Vereinfachungsregelungen inkl. einer verbindlichen Rechtssicherheit, die auf Jahre Bestand hat , scheint dringend geboten.

Inelligente & pragmatische interne Modellvereinbarungen mit Insolvenzschutz, aber ohne die Wertschöpfung des externen Kapitalmarkts - zwischen AN / AG wären denkbar und mit in wenig Phantasie ( dem Schnaps des Arbeitgebers oben drauf ) machbar.

Habe meinem AG meine Modellvariante " Teilzeit a'la carte " vorgeschlagen. Bin nun auf die rechtsverbindliche Antwort meines Finanzamts gespannt.

Wer mit 50 ein bisschen vernümftig ist, kann ab 63 ein bisschen verrückt sein.......

 

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